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UN: Angriff auf Schule im Iran könnte Kriegsverbrechen sein

GENF (dpa-AFX) - Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. In Minab nahmen unterdessen Tausende an der Beerdigung zahlreicher Kinder teil.

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Die Flagge des Iran. (Symbolbild)
Quelle: - ©unsplash.com:

"Die Verantwortung für die Untersuchung des Angriffs liegt bei den Streitkräften, die ihn durchgeführt haben", teilte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte in Genf mit. "Wir fordern sie auf, die Ergebnisse zu veröffentlichen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten."

Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt. Sie wollten die Berichte ebenso wie die Amerikaner prüfen.

Das internationale Völkerrecht schreibt bei Kriegshandlungen Prinzipien vor, die für alle Teilnehmer verbindlich gelten: Konfliktparteien müssen zwischen Zivilbevölkerung und Militärzielen unterscheiden (Unterscheidungsprinzip). Die Zerstörung ziviler Objekte ist nur gedeckt, wenn sie in einem vernünftigen Verhältnis zum militärischen Vorteil stehen (Notwendigkeitsprinzip) und müssen so klein wie möglich gehalten werden (Verhältnismäßigkeitsprinzip).

Angriffe, die diese Prinzipien nicht erfüllen, könnten Kriegsverbrechen sein, sagte die Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros. Dem Büro lägen aber noch nicht genügend Angaben vor, um dies zu beurteilen./oe/DP/mis

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