BERLIN (dpa-AFX) - Fast drei Viertel der Deutschen bezweifeln einer Umfrage zufolge, dass die Bundesregierung die Probleme bei den Sozialversicherungssystemen lösen kann. Nur rund ein Viertel der Befragten sagt laut ZDF-"Politbarometer", die Bundesregierung werde zur Lösung dieser Probleme einen wichtigen Beitrag leisten. 74 Prozent sehen das anders.
Für dich zusammengefasst:
Fast drei Viertel der Deutschen zweifeln an der Regierung.
72 Prozent bescheinigen der Koalition eher schlechte Arbeit.
Die schwarz-rote Koalition erhält für ihre Arbeit unverändert schlechte Noten. 72 Prozent der Befragten bescheinigen der Regierung eher schlechte Arbeit, 24 Prozent eher gute. Auch mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigen sich nur 27 Prozent eher zufrieden, 69 Prozent stellen ihm ein schlechtes Zeugnis aus.
Mit 52 Prozent glaubt eine knappe Mehrheit, dass die Regierung aus Union und SPD bis zur nächsten Bundestagswahl 2029 bestehen bleibt. 43 Prozent rechnen mit einem vorzeitigen Aus.
AfD bleibt in Sonntagsfrage auf Platz eins
Wie zuletzt liegt die AfD auch jetzt in der Politbarometer-Projektion zwei Punkte vor der Union: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 25 Prozent (plus 1) und die AfD auf 27 Prozent (plus 1). Die SPD würde auf ihrem Rekordtief von 12 Prozent verbleiben, die Grünen kämen auf 14 Prozent (minus 1) und die Linke auf 11 Prozent (minus 1). Die FDP erhielte 3 Prozent (unverändert). Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot weiterhin keine Mehrheit.
Die Daten hat die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 1. bis 3. Juni 2026 bei 1.274 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Sie sind den Angaben zufolge repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund plus/minus drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund plus/minus zwei Prozentpunkte.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge./hme/DP/jha
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