- Tausende Unternehmen berichten von Lohnerhöhungen.
- Der Mindestlohn wurde zum 1. Januar auf 13,90 Euro angehoben.
- Bis 2027 steigt der Mindestlohn auf 14,60 Euro.
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Besonders in Gastronomie steigen Löhne
In der Gastronomie beschäftigt laut den Ergebnissen, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen, sogar jeder zweite Betrieb Angestellte zum Mindestlohn. Im Einzelhandel stiegen bei 38 Prozent die Löhne und damit laut DIHK auch die Arbeitskosten. In der Bauwirtschaft sind im Vergleich dazu nur 17 Prozent betroffen.
Über alle Branchen hinweg geben 40 Prozent der Befragten an, auch die Löhne in höheren Lohngruppen anzuheben. In der Industrie ist es sogar fast jeder Zweite. "Eine Mindestlohnerhöhung verändert die gesamte Lohnstruktur, und zwar nicht nur in den unteren Lohngruppen", sagte DIHK-Präsident Peter Adrian. "Etliche Arbeitgeber sehen sich veranlasst, auch Löhne, die über dem Mindestlohn liegen, anzupassen, um einen entsprechenden Abstand zum Mindestlohn beizubehalten."
Preissteigerungen bei zwei von fünf Unternehmen
Um steigende Personalkosten auszugleichen, planen laut der Umfrage rund 40 Prozent der Unternehmen, ihre Preise zu erhöhen. 13 Prozent gaben an, Personal abbauen zu wollen, im Einzelhandel und im Gastgewerbe sogar über 20 Prozent.
Adrian wertete die Effekte für die Unternehmen negativ. "Die Mindestlohnerhöhung und steigende Sozialabgaben treiben die Arbeitskosten weiter in die Höhe." Das bremse Investitionen und Investoren aus. Der DIHK-Präsident rief die Politik zum Gegensteuern auf. So solle sie "Fehlanreize zur Frühverrentung" abbauen und das Renteneintrittsalter an die Entwicklung der Lebenserwartung anpassen.
2027: Mindestlohn steigt auf 14,60 Euro
Bis Ende 2025 hatte ein Mindestlohn von zuletzt 12,82 Euro gegolten. Anfang 2027 soll der Mindestlohn weiter auf 14,60 Euro steigen. Parallel zur Mindestlohnerhöhung war auch die Obergrenze für sogenannte Minijobs angehoben worden. Diese erhöhte sich ab Januar von 556 auf 603 Euro im Monat./bw/DP/zb
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