Zwei Drittel übernehmen Azubis
"Die Unternehmen kämpfen mit der wirtschaftlichen Situation, ihnen fehlen inzwischen oft finanzielle Mittel sowie klare Aussichten für den Betrieb", erklärte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks. "Gleichzeitig braucht die Wirtschaft für einen hoffentlich bald kommenden Aufschwung gut ausgebildetes Personal." Zwei Drittel der Ausbildungsbetriebe übernähmen alle ihre Azubis.
Besondere Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen hatten demnach Industrie, Verkehr, Bau und Handel. Unter den Betrieben mit Besetzungsschwierigkeiten nannte nur ein knappes Drittel einen Mangel an Bewerbungen als Hauptgrund. Knapp drei Viertel gaben vielmehr an, keine geeigneten Bewerbungen erhalten zu haben.
Bewerber bringen Grundvoraussetzungen nicht mit
Besonders wichtig sind den Betrieben bei ihren Auszubildenden Arbeits- und Sozialverhalten, gefolgt von "grundlegender mentaler Leistungsfähigkeit" und schulischen Grundkenntnissen. Doch 87 Prozent sehen Mängel bei den Ausbildungsvoraussetzungen, und zwar insbesondere bei Belastbarkeit, Disziplin, mentaler Leistungsfähigkeit sowie Leistungsbereitschaft und Motivation.
"Es mangelt an Basiskenntnissen und Kompetenzen, die praktisch für jeden Ausbildungsberuf nötig sind: Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft, Einsatzwille und Lesen, Schreiben, Rechnen. Wer das nicht mitbringt, wird es im Berufsleben insgesamt schwer haben - umso mehr zu Beginn", so Dercks. "Wir brauchen in den Schulen wieder einen Fokus auf die grundlegenden Fähigkeiten."
Die Daten basieren auf einer Online-Umfrage. Daran beteiligten sich laut DIHK 14.994 Unternehmen zwischen dem 12. und 30. Mai./hrz/DP/zb
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