Laut den Ermittlern sollen die Betroffenen entführt und zur Herausgabe hoher Geldsummen gezwungen worden sein. In mehreren Fällen seien die Opfer bedroht worden und hätten Dokumente unterschreiben müssen, die angebliche Schulden bestätigten. Der entstandene Schaden soll sich auf rund 2,2 Millionen US-Dollar belaufen.
Nach Angaben der Behörden bestand die Gruppe aus vier ehemaligen Polizeioffizieren sowie einem bereits vorbestraften Komplizen. Die Verdächtigen sollen verschlüsselte Messenger genutzt und sich teilweise weiterhin als Beamte ausgegeben haben. Zudem werfen die Ermittler der Gruppe Entführung, Freiheitsberaubung, Raub, Erpressung und illegalen Drogenbesitz.
In einem dokumentierten Fall soll ein Unternehmer in Kiew mit vorgehaltener Waffe verschleppt worden sein. Anschließend wurde er gezwungen, eine fingierte Schuld in Höhe von fünf Millionen US-Dollar anzuerkennen. Danach soll das Opfer an mehrere unterschiedliche Orte gebracht worden sein.
Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl “Wrench Attacks” ein. Dabei werden Krypto-Besitzer nicht durch Hackerangriffe angegriffen, sondern durch körperliche Gewalt oder Drohungen zur Herausgabe ihrer Vermögenswerte gezwungen. Sicherheitsfirmen registrierten weltweit zuletzt einen deutlichen Anstieg solcher Vorfälle.
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