Ein Fußballspieler setzt zum Schuß an.
Quelle: - pixabay.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 135

UEFA einigt sich mit Real Madrid: Aus für Super League

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die umstrittene Super League im Fußball ist endgültig vom Tisch. Nach langem Rechtsstreit und einer möglichen Milliardenklage haben die UEFA und Real Madrid ihre heftige Auseinandersetzung um eine exklusive Spielklasse der Spitzenclubs beigelegt. Wie der Europäische Fußball-Kontinentalverband und der spanische Topverein mitteilten, habe man eine "Einigung zum Wohle des europäischen Club-Fußballs" getroffen.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Damit endet ein seit 2021 schwelender, aufsehenerregender Streit zwischen dem Dachverband und Real Madrid als letztem von mehreren Clubs, die mit der geplanten Gründung einer eigenen Superliga für großen Wirbel gesorgt hatten. Einen Konkurrenz-Wettbewerb zur Champions League der UEFA wird es nun nicht mehr geben.

Man habe eine Einigung getroffen, die den "Grundsatz des sportlichen Verdienstes respektiert, wobei der Schwerpunkt auf der langfristigen Nachhaltigkeit der Clubs und der Verbesserung des Fanerlebnisses durch den Einsatz von Technologie liegt", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Kein Kampf vor Gerichten mehr

Der Knackpunkt folgt in der Mitteilung im nächsten Absatz: "Diese Grundsatzvereinbarung wird auch dazu dienen, ihre Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der europäischen Super League beizulegen, sobald diese Grundsätze umgesetzt sind."

Zuletzt hatten Real Madrid und sein Präsident Florentino Pérez als treibende Kraft spanischen Medienberichten zufolge eine Milliardenklage gegen die UEFA vorbereitet, da man sich durch die zentrale Organisation der Club-Wettbewerbe benachteiligt sah. Der Fall hatte bereits mehrere spanische und europäische Gerichte beschäftigt.

Vor knapp fünf Jahren hatte der Vorstoß zur Super League, die in einem geschlossenen System ohne sportliche Qualifikation spielen wollte, für großes Aufsehen gesorgt. Nach heftigen Fan-Protesten sprangen aber mehrere englische Vereine schnell ab. Zuletzt standen Real und der FC Barcelona weitgehend alleine da. In der Vorwoche hatten auch die Katalanen endgültig Abstand genommen.

Dennoch kamen die Einigung und das Real-Statement zu diesem Zeitpunkt für viele Experten unerwartet. Für UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ist die Vereinbarung am Vortag des UEFA-Kongresses in Brüssel ein Erfolg. In der belgischen Hauptstadt wurde am Rande der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees spekuliert, dass die Position von Real-Boss Pérez durch die Vereinbarung weiter geschwächt wird./aer/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend