WASHINGTON/ROM (dpa-AFX) - Nach seinem jüngsten Spott über Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat US-Präsident Donald Trump sich bemüht, den Zwist mit der rechten Regierungschefin zu relativieren. "Ich finde sie eigentlich nett", sagte er bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Zugleich nutzte er die Gelegenheit, um Meloni mangelnde Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus vorzuwerfen. Sie habe einen Fehler gemacht, sagte er.
Für dich zusammengefasst:
Trump relativiert Zwist mit Italiens Ministerpräsidentin.
Er warf Meloni mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg vor.
Meloni reagierte zunächst nicht auf Trumps Spott-Post.
Wenige Tage vor dem Nato-Gipfel im türkischen Ankara hatte Trump im Streit mit Meloni noch einmal nachgelegt und ein Bild von beiden auf der Plattform Truth Social hochgeladen. Auf diesem schaut die italienische Regierungschefin ihn intensiv an. Über dem Foto stand in Großbuchstaben: "Restraining order needed", was im Englischen etwa als "Kontaktverbot erforderlich" oder "Annäherungsverbot erforderlich" verstanden werden kann.
Eine öffentliche Reaktion von Meloni gab es zunächst nicht. Angesprochen auf den jüngsten Spott-Post sagte Außenminister Antonio Tajani dem Sender Sky TG24: "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir auf Erklärungen dieser Art nicht reagieren werden. Deshalb machen wir einfach weiter. Wir sind überzeugt, dass die transatlantischen Beziehungen weit über einzelne Äußerungen hinausgehen." Trumps Äußerungen "kommentieren sich von selbst".
Trump schoss gegen Meloni - diese wies ihn zurecht
Zuletzt hatte es zwischen Trump und Meloni immer wieder Spannungen gegeben, die beiden stritten in den sozialen Medien. Auslöser war die Behauptung des US-Präsidenten, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel im französischen Évian um ein Foto mit ihm angefleht. Sie habe ihm leidgetan. Meloni bezeichnete dies als "völlig erfunden". Im Nachgang machte Trump klar, dass es ihm bei seiner Kritik vor allem um aus seiner Sicht fehlende Unterstützung im Iran-Krieg ging. Italien hatte US-Flugzeugen die Landung auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien verweigert./ngu/DP/jha
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