FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz der weitgehend stagnierenden Konjunktur haben deutsche Unternehmen ihre Mitarbeiter im vergangenen Jahr häufiger auf Dienstreisen geschickt. Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) registrierte bei seiner Umfrage-basierten "Geschäftsreiseanalyse" einen Zuwachs von 8,3 Prozent auf 116,1 Millionen Reisen. Gleichzeitig seien die durchschnittlichen Kosten pro Reise um 4,8 Prozent auf 418 Euro gesunken.
Die zusätzlichen Reisen gingen ausschließlich ins Inland oder ins europäische Ausland, heißt es in dem Bericht. Der Anteil an Geschäftsreisen ins europäische Ausland steigt von 24 auf 30 Prozent, während Reisen in den Rest der Welt auf dem Vorjahresniveau bleiben. Europa werde damit zum erweiterten Heimatmarkt deutscher Geschäftsbeziehungen, folgert der Verband.
Bahn hängt Flugzeug im Inland ab
Bei Reisen im Inland hat die Bahn das Flugzeug deutlich überholt und erreicht einen Nutzungsanteil von 52 Prozent, während Inlandsflüge auf 13 Prozent zurückgehen. Zwar sinken die durchschnittlichen Transportkosten leicht, doch steigen die Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung.
Im Trend liegt die Vermischung von Dienstreisen und privaten Anteilen. Die Mehrheit der Unternehmen toleriere oder fördere derartige Formen, habe sie aber bislang nicht in ihren Reiserichtlinien verankert. Damit entstünden Graubereiche bei Haftung, Versicherung und arbeitsrechtlichen Anforderungen, für die die Politik klare Regeln finden müsse./ceb/DP/nas
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