Steckt SpaceX hinter Nvidias Rekordausblick?

Pascal Grunow Pascal Grunow
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Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet. 

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Elon Musk und Jensen Huang vor SpaceX und Nvidia Logos
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Nvidia erwartet einen gewaltigen Wachstumsschub durch den KI-Boom. SpaceX könnte mit seinem enormen Chipbedarf hinter der hohen Prognose stecken.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Nvidias außergewöhnlich optimistischer Wachstumsausblick sorgt an der Wall Street für Aufsehen. Der KI-Chipgigant rechnet für das Geschäftsjahr bis Januar 2028 mit einem Umsatzwachstum von mehr als 70 Prozent.

SpaceX wird für Nvidia zum Milliardenkunden

SpaceX plant einen massiven Ausbau seiner Rechenkapazitäten und will dabei offenbar ausschließlich auf Nvidia-Chips setzen. Bis Ende kommenden Jahres strebt das Unternehmen eine Rechenleistung von zehn Gigawatt an. Für Nvidia könnte daraus ein gewaltiger Absatzmarkt entstehen.

Mizuho-Analyst Daniel O’Regan wirft deshalb die Frage auf, ob Nvidias optimistische Prognose eine Folge der SpaceX-Pläne ist.

Werte aus dem Artikel:
Nvidia Aktie 189,64 € -4,21%
SpaceX Aktie 129,80 € -8,53%

Nach Angaben von Gene Munster von Deepwater Asset Management entfielen im zweiten Geschäftsquartal fünf Prozent von Nvidias Umsatz auf SpaceX, nach drei Prozent im Vorquartal.

Elon Musk hat zudem signalisiert, dass SpaceX im kommenden Jahr einen erheblichen Anteil der neuen Rubin-Chips von Nvidia beziehen will.

Der Chipkonzern ist auch Investor bei SpaceX und hielt zum 30. Juni Beteiligungen im Wert von 21 Milliarden US-Dollar.

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Nachfrage übersteigt das Angebot

SpaceX spielt für Nvidia eine immer größere Rolle, doch hinter dem starken Ausblick steckt eine deutlich breitere Nachfrage. Im jüngsten Quartal erzielte Nvidia 89 Milliarden US-Dollar im Rechenzentrumsgeschäft, davon 49 Milliarden mit großen Hyperscalern.

Hinzu kommt die wachsende Nachfrage von Staaten, Neocloud-Anbietern, Unternehmen und Start-ups. Der KI-Boom ist inzwischen so groß, dass Nvidia offenbar nicht alle Bestellungen bedienen kann. Der Auftragsbestand der Cloud-Branche soll bereits bei mehr als zwei Billionen US-Dollar liegen.

SpaceX braucht bis zu 500 Milliarden US-Dollar

Der massive Ausbau der KI-Infrastruktur hat seinen Preis. Allein SpaceX dürfte für seine geplanten Rechenkapazitäten enorme Summen benötigen. Mizuho schätzt den Kapitalbedarf auf 300 bis 500 Milliarden US-Dollar, um das Rechenziel für 2027 zu erreichen.

Umso interessanter ist Nvidias neue Partnerschaft mit Apollo Global Management, Blackstone und Goldman Sachs. Gemeinsam wollen die Unternehmen mehr als 500 Milliarden US-Dollar an externem Kapital für den Ausbau von KI-Infrastruktur mobilisieren.

Mizuho hält es für möglich, dass Nvidias Finanzierungsinitiative zumindest teilweise auf den enormen Kapitalbedarf von SpaceX abzielen könnte.


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