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Der Tech-Sektor spaltet sich derzeit in zwei unversöhnliche Lager. Auf der einen Seite: KI-Infrastruktur-Profiteure wie Halbleiter und Rechenzentren, die boomen. Auf der anderen Seite: Software und IT-Services, die unter massivem Druck stehen. Diese Divergenz ist nicht normal und deutet auf eine fundamentale Neubewertung hin – entweder stürzt der Tech-Index Nasdaq-100 ab oder Software erholt sich. Historisch enden solche Divergenzen nicht gut. Wie tief der Technologie-Sektor jetzt fallen kann: Eine HKCM-Analyse.
Die große KI-Kluft: Warum ein Tech-Crash näher rückt
Die Aufspaltung des Technologie-Sektors durch KI ist dramatisch. Während Hardware-Hersteller wie Micron Technology massiv zulegen, Nvidias Rechenzentren Milliarden-Umsätze generieren und Broadcoms Einnahmen mit KI-Chips explodieren, ist der Software-ETF IGV seit Jahresbeginn um mehr als 20 Prozent gefallen. Darin enthalten sind Software-Riesen wie Palantir, Oracle oder Salesforce. Diese Divergenz ist nicht nur statistisch auffällig – sie ist ein Warnsignal.
Historisch wurden solche Lücken zwischen dem Software-Index und dem gesamten Tech-Sektor früher oder später geschlossen. Der Nasdaq-100-Index ist stark gewichtet mit Technologie-Aktien, und wenn die Software-Seite kollabiert, während die Halbleiter-Seite boomt, entsteht eine instabile Situation. Die sogenannten Magnificent Seven (Apple, Microsoft, Google, Amazon, Tesla, Nvidia, Meta) halten den Index oben, aber darunter bröckelt es massiv.
Goldman Sachs: Diese Tech-Aktien sind KI-sicher!
In den 1990er Jahren führte die Dotcom-Blase zu einem ähnlichen Szenario: Einige Technologie-Segmente explodierten, während andere kollabierten. Das Ergebnis: Ein Crash, der den gesamten Sektor mit nach unten zog. Die aktuelle Situation ist vergleichbar. Die KI-Euphorie treibt Halbleiter und Cloud-Infrastruktur (zusammengefasst im Halbleiter-Index SMH) nach oben, aber die Realität im Software-Sektor (IGV-Index) sieht anders aus. Der untenstehende Chart zeigt Nasdaq-100, SMH (Halbleiter) und IGV (Software) im Vergleich seit Anfang 2025.
Ob Salesforce oder Adobe – alle großen Software-Player kämpfen mit Bewertungen, die nicht mehr zu ihren Wachstumsraten passen. Anleger zahlen für Fantasie und Erwartungen, nicht für Realität. Institutionelle Investoren haben den Trendwechsel verstanden: Goldman Sachs positioniert sich aktiv: Long auf KI-Infrastruktur (Cloudflare, Microsoft, Oracle) und Short auf Software-Verlierer wie DocuSign oder Salesforce. Bei Salesforce sind wir übrigens gegenteiliger Meinung.
HKCM-Analyse: Wiederholt sich die Dotcom-Bubble?
Der Nasdaq-Futures-Kurs notiert derzeit oberhalb der Unterstützung bei 24 158 Punkten. Zeitnah rechnen wir mit einem Bruch dieser Marke und einer Fortsetzung der laufenden Korrektur im Rahmen der türkisen Welle 4. Deren Abschluss erwarten wir unterhalb der nächsttieferen roten Linie bei 23 027 Punkten. Sobald dieses Korrekturtief erreicht ist, sollte der Index in die Impulswelle 5 übergehen.
In dieser nächsten Rallye ist laut Elliott-Wellen-Analyse ein Vorstoß über den Widerstand bei 26 399 Punkten möglich. Ein alternatives Szenario rückt dann in den Vordergrund, wenn der Index schnurstracks über den Widerstand bei 26 399 Punkten läuft. In diesem Fall würde der Nasdaq-100 bereits in die Endphase der beigefarbenen Welle alt.I übergehen. Deren Hoch würden wir ebenfalls oberhalb der besagten Marke erwarten (Wahrscheinlichkeit: 38 Prozent).
Der Nasdaq-100 zeigt Schwäche; ein Crash im Ausmaß der Dotcom-Krise ist (vorerst) aber nicht zu erwarten. Abonnenten unserer Analysepakete zu Nasdaq und den Tech33-Aktien erhalten konkrete Zielzonen für lukrative Ein- und Ausstiege sowie Echtzeit-Handelssignale zu den führenden Technologie-Titeln der Börsenwelt. Disclaimer: Unsere Analyse ist keine Anlageberatung.
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