WASHINGTON (dpa-AFX) - Angesichts des verstärkten Drucks der USA auf sein Land warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj US-Präsident Donald Trump vor weiteren Zugeständnissen an Russland. "Meine Haltung zu Putin ist sehr klar. Ich denke, wenn wir die Sanktionen aufheben, machen wir ihn stärker", sagte Selenskyj in einem Interview des US-Senders CNN. Er fügte hinzu: "Es ist nichts Persönliches zwischen mir und Präsident Trump, und natürlich bin ich gegen jede Aufhebung von Sanktionen."
Für dich zusammengefasst:
Selenskyj warnt Trump vor Zugeständnissen an Russland.
Die Beziehungen zwischen USA und Ukraine haben sich verschlechtert.
Selenskyj fordert, Sanktionen gegen Putin nicht aufzuheben.
Die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine haben sich in den vergangenen Wochen stark verschlechtert. Selenskyj hatte gesagt, Trump befinde sich "auf der falschen Seite der Geschichte", nachdem dieser mit Kremlchef Wladimir Putin einen Diesel-Deal geschlossen und Sanktionen gegen Russland aufgehoben hatte. Zudem gab es Berichte über eine von SpaceX-Gründer Elon Musk angeordnete Drosselung des für die ukrainische Armee sehr wichtigen Satelliteninternets Starlink.
Selenskyj sagte nun, die Spannungen zwischen seinem Land und den USA hätten nichts mit Personen zu tun. Zugleich warnte er, Putin habe nicht die Absicht, den Krieg zu beenden. Selenskyj sagte weiter, sein Treffen mit US-Unterhändler Steve Witkoff in Oslo sei produktiv gewesen, doch sei er nicht von Putins Friedenswillen überzeugt. Kiew war auch am Donnerstag russischen Angriffen ausgesetzt.
Selenskyj: Verbündete dürfen Sanktionen nicht aufheben
"Putin spielt, wissen Sie, er ist ein Spieler", sagte Selenkyj und fügte hinzu, es sei bedauerlich, weil Putin mit dem Leben anderer Menschen spiele. "Deshalb erwarten wir von unseren Partnern, dass sie ihm nicht die Möglichkeit geben, stärker zu werden und uns zu brechen."
Selenskyj bekräftigte die Bereitschaft, die derzeitigen Frontlinien einzufrieren, um eine Waffenruhe und ein Ende der Tötungen zu erreichen sowie zu ermöglichen, sich hinzusetzen und zu reden. Er machte aber deutlich, dass ein Abtreten von Gebieten, die unter ukrainischer Kontrolle stehen, nicht infrage komme. Sein Land brauche von den Verbündeten vor allem zwei Dinge: "Die Sanktionen gegen Putin nicht aufheben (...) und uns bessere Raketen geben."/hme/DP/he
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