Western Digital: Aktie fällt trotz Gewinnsprung, höherer Dividende und Top-Ausblick
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.
Western Digital übertrifft die Erwartungen und erhöht die Dividende um 17 Prozent. Doch die Aktie fällt nachbörslich um 6,5 Prozent. Was Anleger trotz der starken Zahlen nervös macht.
Für dich zusammengefasst:
Western Digital meldete einen Umsatz von 4,38 Milliarden USD.
Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 161 Prozent auf 4,64 USD.
Die Quartalsdividende wurde um 17 Prozent angehoben.
Western Digital hat die Erwartungen übertroffen und eine höhere Dividende angekündigt. Für Kursgewinne reichte dies jedoch nicht aus: Nach einem anfänglichen Anstieg verlor die Aktie nach Börsenschluss 6,5 Prozent. Die hohen Investitionen und Zweifel am KI-Boom überschatteten die Bilanz.
Im ersten Geschäftsquartal 2027, das am 2. Oktober endete, kam der Festplattenhersteller auf einen Umsatz von 4,38 Milliarden US-Dollar. Damit lag er rund 5,8 Prozent über der Analystenschätzung von 4,14 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 161 Prozent auf 4,64 US-Dollar. Erwartet worden waren 4,08 US-Dollar, also 56 Cent weniger.
Für das zweite Geschäftsquartal prognostiziert Western Digital einen bereinigten Gewinn je Aktie von bis zu 6 US-Dollar. Analysten hatten 4,80 US-Dollar veranschlagt. Zugleich hebt der Konzern die Quartalsdividende um 17 Prozent an.
Die Investitionsausgaben hat Western Digital im ersten Geschäftsquartal auf mehr als das Dreifache erhöht. Sie flossen in die Fertigung von Festplatten mit größerer Speicherkapazität. Laut Bloomberg Intelligence drückte dies die Marge des freien Cashflows um rund drei Prozentpunkte.
Finanzchef Kris Sennesael erklärte am Donnerstag in der Telefonkonferenz, dass die Investitionen in den kommenden fünf Jahren durchschnittlich etwa vier bis sechs Prozent des Umsatzes ausmachen sollen. Für die kommenden zwei Jahre stellte er etwas höhere Werte in Aussicht.
Auch andere Speicherwerte und Aktien aus dem KI-Umfeld stehen unter Druck. Anleger befürchten, dass sich die enormen Ausgaben für Rechenzentren und Rechenleistung erst später als erhofft auszahlen könnten. Vital Knowledge richtet den Blick deshalb auf zwei Fragen: Können die Investitionen in Rechenzentren ihr derzeitiges Tempo halten? Und: Werden aus den riesigen Auftragsbeständen tatsächlich Umsätze generiert?
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.