Schaeffler will 3.460 Stellen streichen und fünf Standorte schließen

Ferdinand Hammer Ferdinand Hammer
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Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.

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Ein Automotor. (Symbolfoto)
© Diy13 / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
3.460 Jobs sollen weg, fünf Standorte schließen: Schaeffler verschärft den Sparkurs. Vor allem Deutschland ist betroffen. Zunächst drohen jedoch Umbaukosten von rund 480 Millionen Euro. Die Aktie verliert weiter.
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Ein weiteres Sparpaket trifft vor allem Deutschland. Der Konzern will seine Kosten deutlich senken. Für den erneuten Umbau werden jedoch zunächst hohe Einmalaufwendungen erwartet.

Der VW-Zulieferer plant erneut erhebliche Einschnitte. Laut Bloomberg sollen in Europa 3.460 Arbeitsplätze wegfallen. Etwa drei Viertel des Abbaus betreffen Deutschland. Geschlossen werden sollen vier deutsche und ein belgischer Standort.

Im Frankfurter Handel sank der Aktienkurs am Dienstagvormittag zeitweise um bis zu drei Prozent. Am Dienstagnachmittag steht die Aktie nur noch 0,84 Prozent im Minus (12:55 Uhr MEZ). 

Das Unternehmen kämpft mit einer deutlich geringeren Nachfrage nach Verbrennungsmotoren. Zugleich kommt die Elektromobilität langsamer voran, während chinesische Konkurrenten den Druck erhöhen. Nach Einschätzung von Vorstandschef Klaus Rosenfeld hat sich die Situation der deutschen Automobilbranche seit dem Umbauprogramm 2024 erheblich verschärft. Die Produktion nimmt stärker ab als erwartet.

Werte aus dem Artikel:
Schaeffler Aktie 5,97 € 0,00%

Deutschland ist beim Personal besonders teuer: Die Kosten pro Beschäftigten sind laut Konzern etwa zweieinhalbmal so hoch wie andernorts in Europa. Das neue Paket soll ab 2030 jährlich rund 300 Millionen Euro einsparen. Zunächst erwartet Schaeffler allerdings einmalige Kosten von etwa 480 Millionen Euro.

Der erneute Abbau folgt nur wenige Wochen nach dem vorgezogenen Abschluss des letzten Sparprogramms. Dieses umfasste 4.700 Stellen in Europa und sollte bis 2029 jährliche Einsparungen von rund 290 Millionen Euro bringen. IG Metall und der Konzernbetriebsrat warnen, dass die wiederholten Kürzungen Deutschlands industrielle Basis schwächen.

Das Spitzenmanagement verzichtet auf zehn Prozent des Grundgehalts. Außerdem sollen zwei Führungsebenen wegfallen. Um zu wachsen, setzt Schaeffler verstärkt auf Geschäftsfelder außerhalb der Autoindustrie und erweitert die Aktivitäten im Bereich humanoider Roboter und im Rüstungsbereich.

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Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion



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