SAP-Aktie baut Gewinne aus – ist das schon die Trendwende?
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
SAP mit Erholungsrallye – startet hier schon ein neuer Aufwärtstrend?
Nach den am Donnerstagabend von SAP vorgelegten Quartalszahlen ist die Erleichterung der Anlegerinnen und Anlegern groß. Nicht nur sind der Zahlen zur Zufriedenheit des Marktes ausgefallen, die Aktie konnte sich in der Zwischenzeit auch von den kurz zuvor noch markierten neuen Mehrjahrestiefs, die aus technischer Perspektive ein Verkaufssignal bedeutet hatten, absetzen.
Gegenüber ihrem bei 127,50 Euro markierten Mehrjahrestief hat die Aktie inzwischen über 18 Prozent an Wert gewonnen – fast 8 Prozent davon zum Wochenauftakt. Damit konnte die 50-Tage-Linie zurückerobert und ein erstes prozyklisches Kaufsignal erzielt werden. Ist die sprichwörtliche Kuh damit auch aus charttechnischer Perspektive vom Eis?
Dieses Mehrjahrestief war nicht so gefährlich, wie es zunächst schien
Seit ihren bei rund 280 Euro erzielten Allzeithochs befindet sich die SAP-Aktie in einem hartnäckigen Abwärtstrend. Dieser wurde durch das Death Cross der gleitenden Durchschnitte vor rund einem Jahr bestätigt und schließlich auch beschleunigt. Dazu kamen die KI-Disruptions- sowie zuletzt auch Wachstumssorgen. Die führten unmittelbar vor den Zahlen zum niedrigsten Stand seit Oktober 2023.
Doch so schlecht, wie es angesichts des Mehrjahrestiefs schien, war die technische Ausgangslage vor den Zahlen gar nicht. Denn sowohl der Relative-Stärke-Index (RSI) als auch der Trendstärkeindikator MACD hatte sich bereits seit Wochen beziehungsweise sogar seit Monaten in einem gegen den Trend der Aktie gerichteten Aufwärtstrend befunden. Damit lagen bullishe Divergenzen vor, die häufig am Beginn von dauerhaften Gegenbewegungen und Trendwenden stehen.
Technisch war das zuletzt erzielte Mehrjahrestief also nicht bestätigt, was die Chancen auf eine Gegenreaktion, wie sie seit den Zahlen angelaufen ist, erhöht hatte.
Ja, da ist jetzt tatsächlich die Chance auf eine Trendwende!
Deren Aussichten auf Nachhaltigkeit sind jetzt tatsächlich als gut zu bewerten. Angesichts der bullishen Divergenzen liegen in den technischen Indikatoren fortgesetzte Aufwärtstrends vor, welche die Erholung der Aktie begleiten und bestätigen. Der RSI konnte sich von überverkauften Zuständen erholen und in den Bereich von Stärke vordringen, während der MACD unmittelbar vor dem Vorzeichenwechsel steht, was einen neuen (kurzfristigen) Aufwärtstrend der Aktie anzeigen würde.
Der Sprung über die 50-Tage-Linie stellt aus charttechnischer Perspektive ein erstes prozyklisches Kaufsignal dar. Auch das spricht jetzt für fortgesetzte Kursgewinne. Außerdem ging die SAP-Aktie am Montag bereits auf Tuchfühlung mit dem Widerstand bei 150 Euro. Kann dieser in den kommenden Tagen nachhaltig überwunden werden, ist ein direkter Durchmarsch in die Widerstandszone zwischen 165 und 175 Euro möglich, ohne dass es vorher zu einem Test des Ausbruchs über die 50-Tage-Linie kommt.
Zwischenkorrekturen sollten Anlegerinnen und Anleger jedoch einplanen, denn der RSI nähert sich nach dem zweitägigen Bullensturm bereits dem überkauften Bereich. Solange SAP (SAP Aktie) aber nicht wieder nachhaltig unter die 50-Tage-Linie fällt, sind die Weichen in Richtung Trendwende gestellt. Bestätigt würde diese durch einen nachhaltigen (also mindestens auf Wochenschlusskursbasis) Ausbruch über 175 Euro, wo auch die 200-Tage-Linie verläuft.
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung ist die SAP-Aktie jetzt natürlich nicht mehr ganz so attraktiv, wie sie das vor den Quartalszahlen und der kräftigen Erholung noch war, dafür bietet die Gewissheit über eine anhaltend hohe Cloud-Nachfrage umso mehr Gewissheit.
Für 2026 sind die Walldorfer mit rund dem 20-Fachen ihrer erwarteten Gewinne bewertet, für 2026 steht ein KGVe von 17,5 zu Buche. Das ist gegenüber den Mitbewerbern ein konkurrenzfähiger Wert, zumal SAP auf Ausgabenexzesse bislang verzichtet und dadurch über eine starke Unternehmensbilanz verfügt.
Aus fundamentaler Perspektive muss SAP jetzt nicht vor einer gewaltigen Aufholjagd stehen, aber die moderaten Gewinnvielfache bekräftigen wie der Blick auf den Chart, dass die Chancen zur Oberseite hier jetzt größer sind als die Risiken zur Unterseite.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB69H60 , DE000NB7BZ72 , DE000NB7DZ96 , DE000NB4GL43 , DE000NB5BA57 , DE000NB5BA24 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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