Netzbetreiber-Streit bremst Freenet, Analysten sehen dennoch Kurspotenzial

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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mobilcom-debitel gehört zur Freenet AG.
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Freenet meldet ein durchwachsenes Quartal mit EBITDA-Miss, Berenberg bleibt aber bei Kaufempfehlung und Kursziel 31,80 Euro. Belastend wirkt ein Streit mit einem Netzbetreiber, der jährlich 50 Millionen Euro kostet.
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Der Mobilfunkkonzern Freenet (Freenet Aktie) hat am Donnerstag Quartalszahlen vorgelegt, die bei Anlegern gemischte Gefühle auslösen dürften. Die Berenberg-Analysten Shekhan Ali, Paul Sidney und Nick Lyall sprechen von einem durchwachsenen zweiten Quartal, halten aber an ihrem Kursziel von 31,80 Euro und der Kaufempfehlung fest. Beim aktuellen Kurs von 23,58 Euro sehen sie damit deutliches Aufwärtspotenzial.

Der Konzernumsatz kletterte im zweiten Quartal um 23,4 Prozent auf 751,1 Millionen Euro, größtenteils dank der Übernahme von Mobilezone, blieb aber ein Prozent unter den Schätzungen. Beim bereinigten EBITDA verfehlte Freenet den Konsens um 2 Prozent, das Ergebnis sank im Jahresvergleich um 8,2 Prozent auf 120,2 Millionen Euro. Grund waren höhere Marketingausgaben im Mobilfunkgeschäft sowie Nachholeffekte bei der Lagerbewertung im TV-Geschäft waipu.tv.

Positiv fiel der freie Cashflow aus, der mit 70 Millionen Euro sechs Prozent über den Erwartungen lag, begünstigt durch niedrigere Steuerzahlungen. Trotz des durchwachsenen Quartals bestätigte das Unternehmen seine komplette Jahresprognose sowie die mittelfristigen Ziele für 2028.

Im Mobilfunkbereich stiegen die Erlöse um 28,7 Prozent auf 648,2 Millionen Euro, das Segment-EBITDA sank dagegen um 13,4 Prozent auf 92,5 Millionen Euro. Grund ist ein Streit mit einem großen deutschen Netzbetreiber, der Freenet nach eigenen Angaben rund 50 Millionen Euro pro Jahr kostet. Die Gespräche verliefen laut Unternehmen konstruktiv, eine Einigung könnte der Aktie spürbaren Schub geben.

Werte aus dem Artikel:
Freenet Aktie 24,30 € +1,00%

Das IPTV-Geschäft wuchs beim Ergebnis um 26,4 Prozent auf 9,5 Millionen Euro, verfehlte damit aber die Erwartungen. Die Kundenzahlen legten mit 35.000 Nettoneukunden schwächer zu als erwartet, das Management zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Marktanteil von 28 Prozent. Im zweiten Halbjahr setzt Freenet auf die Rabattwoche Black Week, das Weihnachtsgeschäft und eine neue Partnerschaft mit DNS:NET.


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