Vergiss KI: Kaffee ist der heiße Trade

Pascal Grunow Pascal Grunow
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Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet. 

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Mehrere Kaffeebohnen (Symbolbild).
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Kaffee wird zum überraschenden Börsenstar und schlägt derzeit selbst KI-Investments. Wetterrisiken und Lieferengpässe treiben die Kaffeepreise weiter an.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Während Anleger weiter auf künstliche Intelligenz und Halbleiter setzen, hat sich abseits des Technologiebooms Kaffee zu einem der stärksten Trades am Markt entwickelt.

Kaffee-Futures sind in den vergangenen drei Monaten um rund 13 Prozent gestiegen. Der VanEck Semiconductor ETF (SMH), der zahlreiche Profiteure des KI-Booms bündelt, konnte mit dieser Entwicklung nicht mithalten und legte im gleichen Zeitraum lediglich 2,2 Prozent zu.

Auch gegenüber dem Gesamtmarkt fällt die Bilanz deutlich aus. Seit Mitte Mai gewann der S&P 500 rund 4,1 Prozent. Kaffee entwickelte sich damit etwa dreimal so stark.

Rekordproduktion kann den Preisanstieg nicht stoppen

Werte aus dem Artikel:
Starbucks Aktie 103,89 $ -1,04%

Bemerkenswert ist die Rallye vor allem deshalb, weil sie nicht durch einen generellen Mangel an Kaffee ausgelöst wird. Die weltweite Produktion bewegt sich auf Rekordniveau. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage robust, während Wetterrisiken und mögliche Störungen der Lieferketten zunehmend in den Fokus der Händler rücken.

Jefferies-Analyst Kaumil Gajrawala verwies darauf, dass die Preise für Arabica-Kaffee seit Juni um rund 30 Prozent gestiegen sind. Für zusätzliche Unsicherheit sorgte zuletzt ein Erdbeben in Kolumbien. Dabei wurde eine wichtige Straße beeinträchtigt, über die ein bedeutender Teil der Kaffeeexporte des Landes transportiert wird.

Starbucks vor dem nächsten Ausbruch?

Für Privatanleger ist der direkte Handel mit Kaffee-Futures allerdings mit Risiken verbunden. Eine Alternative bieten börsennotierte Unternehmen, die eng mit dem Kaffeemarkt verbunden sind, darunter Starkbucks.

Die Aktie der Kaffeehauskette hat 2026 bereits rund 29 Prozent gewonnen.

Charttechniker Frank Cappelleri sieht weiteres Potenzial. Die Starbucks-Aktie nähert sich dem oberen Ende einer mehrjährigen Handelsspanne. Sollte der Ausbruch gelingen und der Kurs in Richtung seines Ziels von 125 US-Dollar steigen, könnte damit gleichzeitig eine langfristig wichtige Widerstandszone überwunden werden.

Ein solcher Schritt könnte laut Cappelleri neues Momentum freisetzen und sogar einen Angriff auf ein Allzeithoch ermöglichen.


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