ANKARA (dpa-AFX) - Nato-Generalsekretär Mark Rutte wertet das Gipfeltreffen in Ankara trotz der Attacken von US-Präsident Donald Trump gegen Alliierte als Erfolg. "Dieser Gipfel hat gezeigt, dass das Bündnis stärker ist als je zuvor: ein Bündnis, das geschlossen ist und bereit, jeden Zentimeter unseres Territoriums zu verteidigen", sagte der Niederländer in der Abschlusspressekonferenz.
Für dich zusammengefasst:
Nato-Generalsekretär Rutte wertet Gipfel als Erfolg.
Alliierte bekräftigen kollektive Verteidigung nach Artikel 5.
Bündnis soll modernisiert und für die Zukunft aufgestellt werden.
Als Beleg wertete er, dass die Verbündeten in der Gipfelerklärung ihr Bekenntnis zur kollektiven Verteidigung nach Artikel 5 des Bündnisvertrags bekräftigen. "Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle", sagte Rutte. Im Fall der Fälle werde man zusammenstehen.
Bündnis wird modernisiert
Mit Blick auf Trumps Kritik an der Lastenteilung im Bündnis verwies Rutte darauf, dass sich die Staats- und Regierungschefs darauf verständigt hätten, das Bündnis zu modernisieren und für die Zukunft aufzustellen. "Das bedeutet: ein stärkeres Europa in einer stärkeren Nato - mit europäischen Verbündeten und Kanada, die gemeinsam mit den Vereinigten Staaten mehr Verantwortung für die Verteidigung des Bündnisses übernehmen", sagte er.
Genau darum gehe es bei der sogenannten Nato 3.0: um ein Bündnis, das sich weiter anpasse, und um ein Bündnis, das weiter liefere, um eine Milliarde Menschen zu schützen.
Trump poltert gegen Alliierte
Trump hatte zuvor mit öffentlicher Kritik an Verbündeten Hoffnungen auf ein geschlossenes Auftreten beim Gipfel enttäuscht. Trump kündigte so am Rande des Treffens an, die Handelsbeziehungen mit Spanien wegen fehlender Unterstützung im Iran-Krieg zu beenden. Auch Deutschland zählte er wieder zu den Ländern, die die USA im Stich gelassen hätten.
Rutte erklärte dazu, dass sich Trump bei Gipfelberatungen hinter verschlossenen Türen anders gegeben habe. "Ich kann Ihnen sagen, dass ich im Raum erlebt habe, wie 32 Staats- und Regierungschefs zusammenstanden", sagte er. "Das war ein außergewöhnlich starkes Gefühl der Geschlossenheit. Eine solche Einigkeit habe ich in der jüngeren Vergangenheit nicht erlebt."/aha/DP/jha
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