Zuletzt gab es Anzeichen für einen nachlassenden Preisdruck. Zudem zeigte die russische Wirtschaft zunehmend Schwächezeichen. Die hohen Zinsen belasten zunehmend die Privatwirtschaft.
Vor der Senkung hatte die Notenbank den Leitzins seit vergangenen Oktober unverändert auf dem hohen Niveau gelassen, da die Inflationsrate immer noch deutlich über den angestrebten vier Prozent liegt. Im April hatte die Rate 10,2 Prozent betragen. Die Notenbank erwartet, dass sie das Inflationsziel im Jahr 2026 erreichen wird.
Die Regierung ist zunehmend besorgt über das Risiko eines Abschwungs, der in vielen Branchen schon sichtbar ist. Wirtschaftsminister Maxim Reshetnikow forderte im Vorfeld der Zinsentscheidung eine Lockerung, um das Wachstum zu fördern, da einige Sektoren sich zu stark abgekühlt hätten.
Die russische Wirtschaft wird laut Ökonomen vor allem noch durch die Rüstungsproduktion gestützt, die im Krieg gegen die Ukraine massiv ausgeweitet wurde. Die Privatwirtschaft leidet jedoch unter den hohen Zinsen. Zudem treibt der Mangel an Arbeitskräften die Löhne und verhindert eine Ausweitung der Produktion, was die Preise treibt./jsl/jkr/mis
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