Die ukrainische Seite habe sich entschieden, den Plan zu prüfen. "Sie studieren ihn und antworten. Wir schauen", sagte Medinski nach den etwa einstündigen Gesprächen. Konkrete Angaben zum russischen Memorandum machte er nicht.
Zuvor hatte auch die ukrainische Seite ihre Vorschläge überreicht. Kiew fordert weiter eine bedingungslose Waffenruhe für 30 Tage, um dann ohne Kampfhandlungen zu verhandeln.
Medinski bestätigte auch Pläne für einen weiteren Gefangenenaustausch wie zuletzt im Mai: Dabei sollen erneut mindestens jeweils 1.000 Menschen auf beiden Seiten freigelassen werden. Zudem sollen 6.000 Leichen austauscht werden. Dafür solle es eine kurze Waffenruhe von zwei, drei Tagen an verschiedenen Frontabschnitten geben, damit beide Seiten ihre Toten bergen könnten. "Dies wird nun von unseren militärischen und den ukrainischen Fachleuten ausgearbeitet", sagte Medinski.
Russland habe auch eine Liste mit Namen von 339 Kindern erhalten, sagte Medinski, die die Ukraine zurückhaben wolle. Die Fälle würden nun geprüft. Kinder und ihre Eltern sollen zusammengeführt werden, hieß es.
Die Gespräche in Istanbul waren die zweiten direkten Verhandlungen nach der ersten Runde im Mai. Davor hatte es zuletzt 2022 solche direkten Verhandlungen über ein Ende des Krieges gegeben. Sie scheiterten damals./mau/DP/stw
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