Kuppeln des Moskauer Kremls
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Russischer Oppositionspolitiker: 2026 wird es kein Kriegsende geben

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der russische Exil-Oppositionelle Garri Kasparow erwartet kein Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine und auch keinen Waffenstillstand in diesem Jahr. "Für (den russischen Präsidenten Wladimir) Putin ist der Krieg bereits eine Stütze des Regimes geworden. Das (russische) Regime kann nicht ohne Krieg existieren", sagte der frühere Schachweltmeister der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian bei der Münchner Sicherheitskonferenz. In Putins Umgebung und der russischen Propaganda gebe es keine Anzeichen für ein Streben danach, den Krieg zu beenden.

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Auch ein Waffenstillstand stelle ein Problem für den Kreml dar. "Denn jede Einstellung der Kampfhandlungen bedeutet, dass Putin vor der Frage steht, wohin mit der Armee?", sagte Kasparow. Die Rückkehr von etwa einer Million teils drogenabhängiger und Gewalt gewohnter Soldaten werde unvermeidlich zu einem Anstieg der Kriminalität führen. Der Krieg werde daher so lange fortgesetzt, wie Moskau Ressourcen dafür habe.

Die seit Wochen laufenden Gespräche über eine Friedenslösung mit US-amerikanischer Vermittlung hält der Ex-Schachweltmeister für "von Anfang an zum Scheitern verurteilt". "Das waren keine Friedensverhandlungen, sondern der Versuch eines Deals zwischen Trump und Putin", sagte Kasparow. Eben daher seien die Gespräche zwischen Washington und Moskau von Geschäftsleuten und nicht von den Außenministern Russlands und der USA geführt worden.

Für die Ukraine sei weiterhin ein Sieg möglich, doch müssten dafür mehrere günstige Faktoren eintreten, die Russland zu einem Ende des Krieges zwingen. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen die russische Invasion./ast/DP/stw


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