- Die deutsche Wirtschaft verliert Geduld mit Merz.
- Wirtschaftsverbände fordern schnelle Sozialreformen.
- Knapp ein Viertel der Firmen leidet unter Fachkräftemangel.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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"Gerade in dieser Lage entscheidet die konkrete Ausgestaltung sozial- und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen darüber, ob Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, Arbeitsplätze halten und Investitionen an unseren Standorten tätigen können." Zu den insgesamt 17 Unterzeichnern gehören Vertreter von Unternehmen wie der Siemens (Siemens Aktie)
Warken beschwichtigt: "Kein Dissens"
Kanzleramtsministerin Nina Warken beschwichtigte im ZDF-"Morgenmagazin", es gebe keinen inhaltlichen Dissens. "Das sehen wir ganz genauso." Sie verwies darauf, dass es viele Stellschrauben gebe: "Das Thema Lohnnebenkosten müssen wir uns anschauen, Energiekosten, wie ist der Arbeitsmarkt aufgestellt, wie können wir da vielleicht auch zu mehr Flexibilität bei Arbeitszeiten kommen?" Vieles sei bereits angestoßen, "aber es ist großer Handlungsbedarf".
Als Beispiel für angestoßene Reformen nannte Warken die von ihr als Gesundheitsministerin angestoßene Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. "Das ist auch ein Beitrag zu stabilen Lohnnebenkosten." Daneben gebe es noch andere Bereiche wie Pflege und Rente. "Nur da lässt sich nicht ganz einfach der Schalter umlegen. Das sind große Reformpakete, die jetzt beschlossen werden müssen. Die müssen im Herbst beschlossen werden."
Healthineers: Regierung nicht für Wachstum zuständig
Allerdings hatte sich der Vorstandschef des Dax
Arbeitskosten müssen runter
In dem Brief der Wirtschaftsführer an den Kanzler, über den zuvor die Mediengruppe Bayern berichtet hatte, heißt es, der Anteil der Sozialbeiträge an den Arbeitskosten müsse von derzeit 42 Prozent wieder an die 40-Prozent-Marke angenähert werden. "Wir fordern echte Strukturreformen in allen Zweigen der Sozialversicherung, die an der Kostenseite ansetzen und den stetigen Anstieg der Ausgaben abbremsen. Nur wenn das gelingt, können wir die Arbeitskosten am Standort Deutschland wieder auf ein Niveau senken, das im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist", heißt es in dem Brief weiter.
Die Unternehmen und Wirtschaftsverbände machen sich ferner für den Erhalt einer Blocklösung bei der Altersteilzeit stark. Dies sei die Variante, die in 99,5 Prozent aller Fälle von Unternehmen und von Arbeitnehmern gewählt werde. "Eine Abschaffung wäre ein unbegründeter Eingriff in ein funktionierendes und dringend benötigtes Instrument der Transformation." Insgesamt müsse die Arbeitszeit flexibler werden, eine Höchstgrenze von zehn Stunden täglich sei veraltet.
Riesenproblem Fachkräftemangel
Derweil wächst die Not vieler Unternehmen, ihre Belegschaften mit genügend Fachkräften zu besetzen. Knapp ein Viertel der Unternehmen in Deutschland leidet einer Untersuchung des Ifo-Instituts zufolge unter Fachkräftemangel. In einer Umfrage der Münchner Experten gaben 23,2 Prozent der Unternehmen an, dass ihnen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Das waren gut zwei Prozentpunkte mehr als noch im April. Allerdings liegt der Wert weiterhin deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von knapp einem Drittel (31,7 Prozent).
"Die schwache Konjunktur hält den Fachkräftebedarf derzeit in Grenzen", sagte Ifo-Expertin Daria Schaller. Sie erwartet jedoch auch: "Mit einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung dürfte auch der Fachkräftemangel aber wieder deutlicher zunehmen."/dm/DP/nas
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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