PARIS (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für die Schaffung eines neuen europäischen Flugabwehrsystems zur Abwehr russischer ballistischer Raketen innerhalb von zwölf Monaten geworben. "Wir haben in der Ukraine eine (Flugabwehr-)Rakete, doch das ist nur Teil eines Systems", sagte der Staatschef bei einem Auftritt in Paris im Rahmen der sogenannten Koalition der Willigen. Eine Massenproduktion werde günstig sein, versprach er.
Für dich zusammengefasst:
Selenskyj wirbt für europäisches Flugabwehrsystem.
Er fordert Radare und wichtige Komponenten von Europäern.
Die Ukraine benötigt 300 Patriot-Raketen für den Winter.
Vorher hatte Selenskyj die Europäer zur Lieferung von Radaren und "anderen kritisch wichtigen Komponenten" aufgefordert.
Ballistische Raketen letztes Mittel Russlands?
Einmal mehr bezeichnete Selenskyj dabei den Einsatz von ballistischen Raketen als letztes Mittel der Atommacht Russlands. "Es ist real das letzte Mittel, diesen blutigen Krieg in die Länge zu ziehen", sagte Selenskyj. Sein Land benötige täglich Mittel zur Abwehr dieser ballistischen Raketen. Zugleich beklagte er den Mangel an Flugabwehrraketen für das US-amerikanische Patriot-System. "Sie sind qualitativ hochwertig, aber knapp", bedauerte er. Die USA würden aufgrund der iranischen Angriffe zuerst die eigenen Arsenale auffüllen und die Verbündeten am Persischen Golf beliefern.
Für den kommenden Winter bat Selenskyj um zusätzliche Lieferungen von Flugabwehrraketen. "Wir haben berechnet, dass in diesem Paket 100 Patriot-Raketen pro Monat sein sollten - 300 Raketen für den Winter", sagte der Staatschef laut einer Mitteilung zu den Gesprächen. Je mehr Schutzmittel die Ukraine habe, umso weniger Gründe habe Russland, den Krieg bis in den Winter zu ziehen.
Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 mit westlicher Unterstützung gegen eine russische Invasion. Dank der westlichen Hilfe, dabei vor allem aus Deutschland, wurde die ukrainische Flugabwehr modernisiert./ast/DP/he
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.