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ROUNDUP: SAF-Holland trotzt Marktschwäche in Amerika - Aktie schnellt höher

BESSENBACH (dpa-AFX) - SAF-Holland hat zum Jahresstart negativen Währungseffekten und dem schwierigen Marktumfeld in der Region Amerika trotzen können. Der Nutzfahrzeugzulieferer habe ein positives Momentum in anderen Märkten genutzt und gleichzeitig spürbare Fortschritte bei der Effizienz erzielt, sagte Konzernchef Alexander Geis laut Mitteilung am Donnerstag. Er sieht SAF-Holland für den weiteren Jahresverlauf gut positioniert und bestätigte die Prognose. Für die Aktie ging es daraufhin deutlich aufwärts.

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In der Spitze legte das Papier unter den stärksten Titeln im Kleinwerte-Index SDax um rund zehn Prozent zu und näherte sich seinem Rekordhoch. Gegen Mittag betrug das Kursplus noch 5,7 Prozent auf 19,18 Euro zu - teurer war sie vor diesem Tag zuletzt Ende Februar vor Ausbruch des Iran-Kriegs. Im laufenden Jahr ist die SAF-Holland-Aktie damit nun um gut ein Viertel nach oben geklettert.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz des Nutzfahrzeugzulieferers im Jahresvergleich nur leicht um 0,6 Prozent auf 451,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Plus aber 5,6 Prozent. Damit schnitt SAF-Holland etwas besser ab als von Analysten erwartet. Ein Händler sprach von einer soliden Quartalsbilanz, bei der die Kennzahlen leicht über der Markterwartung lägen.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging um 0,5 Prozent auf 42,5 Millionen Euro zurück. Die bereinigte operative Ergebnismarge (Ebit-Marge) ging von 9,5 Prozent im Vorjahresquartal auf 9,4 Prozent zurück.

Erste Effekte des im Vorjahr gestarteten Sparprogramms federten die Schwäche in Amerika ab. Zudem lief es in den Regionen EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) und APAC (Asien/Pazifik) mit höherer Nachfrage deutlich besser.

In Amerika sorgte die Ankündigung neuer Emissionsvorgaben von US-Präsident Donald Trump für Wirbel. Im Zuge dessen sei es zu Jahresbeginn zwar zu Vorzieheffekten beim Auftragseingang gekommen, diese hätten sich jedoch noch nicht im ersten Quartal in einer höheren Produktion niedergeschlagen. Das Unternehmen sprach von einem "von Unsicherheiten geprägten Marktumfeld".

Unter dem Strich entfiel auf die Anteilseigner ein Gewinn von 20,5 Millionen Euro nach 13,0 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Außerdem vervielfachte sich der freie Barmittelzufluss auf 44,8 Millionen Euro - unter anderem wegen verlängerter Zahlungsziele gegenüber Lieferanten.

Die Jahresziele bestätigte der Nutzfahrzeugzulieferer: Beim Umsatz peilt SAF-Holland 2026 weiterhin einen Wert zwischen 1,7 und 1,85 Milliarden Euro an. Der Mittelwert liegt damit leicht über dem Vorjahreswert von knapp 1,73 Milliarden Euro. Analysten haben im Schnitt 1,79 Milliarden Euro auf dem Zettel. Die Marge soll im laufenden Jahr zwischen 9 und 10 Prozent liegen. 2025 betrug sie 9,5 Prozent./niw/men/mis

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