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ROUNDUP: RTL will Umsatz und operatives Ergebnis steigern - Aktie im Plus

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Medienkonzern RTL hat 2025 die anhaltende TV-Werbeflaute und weniger Umsätze aus der Produktion von Sendungen zu spüren bekommen. Erlöse und operatives Ergebnis waren rückläufig. Im laufenden Jahr rechnet das Management mit einer leichten Besserung. So soll der Konzernumsatz auf rund 6,1 bis 6,2 Milliarden Euro steigen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Luxemburg mit. Analysten hatten jedoch etwas mehr erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sieht RTL bei rund 725 Millionen Euro, was über den Markterwartungen liegt. An der Börse wurde dies gut aufgenommen.

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Für die Aktie ging es zuletzt um 2,8 Prozent nach oben auf 35,90 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie damit mehr als 3,5 Prozent gewonnen, in den vergangenen zwölf Monaten liegt das Plus bei 4,5 Prozent. Für Annick Maas vom US-Analysehaus Bernstein sind die Zahlen von RTL für 2025 durchwachsen ausgefallen.

Im vergangenen Jahr ging der Konzernumsatz um vier Prozent auf etwas mehr als sechs Milliarden Euro zurück. Der TV-Werbeumsatz sank um fast sieben Prozent auf 2,19 Milliarden Euro. Im Geschäft mit der Produktion von Sendungen bei der Inhaltetochter Fremantle war der Umsatz um über neun Prozent rückläufig.

Gut lief es indessen bei den Streaming-Diensten. Per Ende Dezember zählte die RTL Group knapp 8,1 Millionen zahlende Abonnenten - ein Plus von fast ein Fünftel zum Vorjahr. Der Umsatz stieg hier um rund ein Viertel auf 509 Millionen Euro, während die Verluste, die durch Kosten für den Aufbau des Streaming-Geschäfts entstehen, deutlich sanken. "Unser Streaming-Geschäft wird im Jahr 2026 profitabel und damit in den kommenden Jahren der Motor für nachhaltiges Gewinnwachstum sein", sagte Konzernchef Thomas Rabe laut Mitteilung.

Beim bereinigten operativen Ergebnis verzeichnete RTL Einbußen um acht Prozent auf 661 Millionen Euro. Während die geringeren Aufbaukosten aus dem Streaming-Bereich den Rückgang etwas schmälerten, gab es vor allem geringere Ergebnisbeiträge aus dem Sendergeschäft.

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Unter dem Strich verbuchte RTL mit rund eine Milliarde Euro einen deutlich höheren Gewinn als die 555 Millionen im Vorjahr. Dies liegt jedoch vor allem an dem Mitte 2025 abgeschlossenen Verkauf von RTL Nederland. Vor diesem Hintergrund soll an die Aktionäre eine deutlich höhere Dividende von 5,50 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Im Vorjahr waren es 2,50 Euro.

Nach Zahlung der Dividende will RTL seine jüngsten Aktienrückkäufe mit zusätzlichem Volumen von bis zu einer halben Million Aktien fortsetzen. Damit würde sich das Gesamtvolumen der Aktienrückkäufe wie angestrebt auf 4 Millionen Aktien belaufen. Die durch den Rückkauf erworbenen Aktien kann RTL zur vollständigen oder teilweisen Begleichung der potenziellen variablen Komponente für den Erwerb von Sky Deutschland verwenden.

Mit dem Kauf von Sky Deutschland will RTL sein Streaming-Geschäft ausbauen. Die EU-Kommission prüft den Deal. RTL geht davon aus, die Genehmigung im ersten Halbjahr 2026 zu erhalten. Mit dem Zusammenschluss würde RTL TV-Sender, Bezahlsender und Streaming-Portale im deutschsprachigen Raum bündeln.

RTL gehört zum Bertelsmann-Konzern. Knapp ein Viertel der Anteile befinden sich im Streubesitz./err/svv/DP/lew/jha/

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