ROUNDUP: Nach Fed-Zinspause: Wie entscheidet die EZB?

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Das Siegel des Federal Reserve Board (FED) der Vereinigten Staaten
- ©iStock

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach der Zinspause bei der US-Notenbank Federal Reserve richten sich die Augen auf den heutigen Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank. Volkswirte rechnen damit, dass auch die EZB trotz hoher Inflation die Zinsen nicht anheben wird. Stattdessen dürfte der für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins bei 2,5 Prozent bleiben.

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Am Mittwoch hatte die Fed den Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent beibehalten. Auch hier hatte eine große Mehrheit von Volkswirten trotz hoher Inflation stabile Zinsen erwartet - die Überraschung verkündete Fed-Chef Kevin Warsh erst auf einer Pressekonferenz. Er kündigte Sitzungen an, bei denen der Zentralbankrat nicht über den Zins entscheiden wird. Zwar sollen weiterhin acht Sitzungen im Jahr stattfinden. 2027 werde es allerdings eine Sitzung ohne Abstimmung über den Leitzins geben. 2028 dürfte es gar zwei von acht sein.

Nun wird noch mit Spannung erwartet, ob es beim letzten Entscheid in diesem Jahr im Dezember tatsächlich wie an den Märkten vorausgesagt zu einer Zinserhöhung kommt. "Es liegt in unserer Verantwortung, die Inflation zu senken", sagte Fed-Chef Kevin Warsh bei einer Pressekonferenz - das spräche für eine Zinserhöhung. Diese liegt seit knapp sechs Jahren über dem Zielwert von zwei Prozent.

"Wir gehen davon aus, dass die bis zur nächsten Sitzung anfallenden Daten den Eindruck untermauern, dass die Inflation zu hoch ist und sich nicht abschwächt", kommentierte Commerzbank (Commerzbank Aktie) -Ökonom Bernd Weidensteiner. Er erwartet weiterhin eine Erhöhung um einen Schritt, also 0,25 Punkte. LBBW-Analyst Elmar Völker äußerte sich ähnlich. Die Fed dürfte nicht mehr von ihrer ins Auge gefassten Zinsanhebung abrücken.

Innerhalb der Fed hatte zuvor eine große Mehrheit Bereitschaft für eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr signalisiert: Angesichts der Inflation erwarteten 16 der 18 befragten Fed-Mitglieder mindestens eine Erhöhung um einen Schritt. Unter diesen können sich vier eine noch weitreichendere Straffung vorstellen. Das könnte nun bei der Sitzung im Dezember geschehen, zumal bereits am Mittwoch zwei der zwölf stimmberechtigten Mitglieder sich dafür aussprachen./ngu/DP/zb

Werte aus dem Artikel:
Leitzins Euro EZB 2,65 % +10,4%

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