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ROUNDUP: MLP will nach Gewinnknick wieder mehr verdienen - Umbau belastet 2025

WIESLOCH (dpa-AFX) - Der Umbau seines Immobiliengeschäfts hat den Finanzdienstleister MLP (MLP Aktie) 2025 trotz Rekorderlösen Gewinn gekostet. In diesem Jahr will Unternehmenschef Uwe Schroeder-Wildberg das Betriebsergebnis aber wieder hochtreiben. Mittelfristig strebt das Management dann noch bessere Werte an, wie MLP bekräftigte. An der allgemein schwächelnden Börse reichten die Aussagen vom Donnerstag jedoch nicht für nachhaltige Gewinne aus.

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MLP SE 7,62 € MLP SE Chart -1,42%
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Nach einem anfänglich leichten Kursaufschlag drehten die im SDax notierten MLP-Papiere bis zum späten Vormittag ins Minus, zuletzt stand ein Abschlag von 0,4 Prozent zu Buche. Nach einer Stärkephase waren die Aktien im Oktober auf ein Tief seit rund einem Jahr gefallen, von dem sie sich bis Mitte Februar vollständig erholt hatten, bevor der Iran-Krieg allgemein auf den Kursen lastete. Das bisherige Plus im laufenden Jahr ist inzwischen auf gut ein Prozent zusammengeschmolzen.

Analyst Gerhard Schwarz von der Baader Bank lobte unterdessen das jüngste Zahlenwerk. Dank eines starken Schlussquartals habe MLP die Erwartungen an das vergangene Jahr erfüllt, schrieb er. Das dürfte am Markt wieder ein wenig für Zutrauen in das Unternehmen sorgen, nachdem die beiden vorangegangenen Quartale schwächer ausgefallen seien. Den Ausblick auf das neue Jahr hält er eher für konservativ.

Wie MLP in Wiesloch mitteilte, soll 2026 das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 100 bis 110 Millionen Euro steigen. Dazu setzt das Unternehmen neben einer fortgesetzten "erfolgreichen" Geschäftsentwicklung auch auf den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und ein weiterhin striktes Kostenmanagement.

2025 war das operative Ergebnis indes auf 87,9 Millionen Euro gesunken, nach 95 Millionen im Vorjahr. Grund war eine Neuorientierung im Immobiliengeschäft. Der Finanzdienstleister hatte bereits im November mitgeteilt, sich beim Tochterunternehmen "Deutschland.Immobilien" künftig nur noch auf das Vermitteln und die Konzeptionierung von Immobilienprojekten zu konzentrieren und keine Entwicklungsprojekte mehr aufzusetzen. Seinerzeit hatte MLP deshalb seine Jahresprognose gesenkt. Zugleich warnte der Finanzdienstleister bereits damals, dass wegen Sondereffekten das Ergebnis womöglich noch geringer ausfallen könnte.

Letztendlich ergab sich durch die Anpassung im Immobilienbereich ein negativer Einmaleffekt von mehr als 9 Millionen Euro, wie aus der aktuellen Mitteilung hervorgeht. Diesen herausgerechnet wäre das Betriebsergebnis im vergangenen Jahr auf 97,1 Millionen Euro gestiegen, hieß es von MLP weiter. Für die Aktionäre soll es nun eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Dividende von 36 Cent je Aktie geben.

Neue Geschäftspotenziale will sich MLP künftig etwa in der Beratung von Familienkunden erschließen, auch das Firmenkundengeschäft soll gezielt ausgebaut werden. Bis Ende 2028 plant die Führungsspitze deshalb unverändert mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses auf 140 bis 155 Millionen Euro und einem Zuwachs der Gesamterlöse auf 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro - 2025 waren diese auf einen bisherigen Höchstwert von 1,08 Milliarden Euro geklettert./tav/lew/jha/

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