- 2373 Unternehmenspleiten wurden im Juli registriert.
- Forderungen der Gläubiger betrugen 21,9 Milliarden Euro.
- Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen fiel auf 7.111 Fälle.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Die Insolvenzen werden erst gezählt, wenn das zuständige Insolvenzgericht eine erste Entscheidung gefällt hat. In der Regel seien die Anträge annähernd drei Monate vorher gestellt worden, erläuterten die Statistiker.
Schnellere Erkenntnisse bringt daher die am Donnerstag vorgestellte Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (Saale) (IWH), die bereits die Insolvenzbekanntmachungen untersucht. Danach ist die Zahl der Firmenpleiten auch im September gestiegen, im gesamten dritten Quartal aber 2,3 Prozent unter dem Vorquartal geblieben. Forschungsleiter Steffen Müller sieht das Insolvenzgeschehen weiter auf einem hohen Niveau. Aber: "Für das vierte Quartal darf insgesamt mit rückläufigen Insolvenzzahlen gerechnet werden", so der IWH-Experte.
Insolvenzfälle im Schnitt kleiner
Bei den amtlich registrierten Insolvenzen im Juli fielen die Forderungen der Gläubiger mit 21,9 Milliarden Euro geringer aus als vor einem Jahr, als 31,8 Milliarden Euro im Feuer standen. Im laufenden Jahr hat es folglich durchschnittlich kleinere Unternehmen getroffen.
In den ersten sieben Monaten des Jahres sind statistisch gesehen von je 10.000 Unternehmen knapp 43 Betriebe in die Insolvenz geraten. Am häufigsten traf es Betriebe im Bereich Verkehr und Lagerei (86 Fälle auf 10.000 Betriebe) vor dem Gastgewerbe (70) und dem Baugewerbe (63).
Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ging hingegen im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht zurück. 7.111 Fälle bedeuteten einen Rückgang um 1,0 Prozent./ceb/DP/mis
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