STOCKHOLM (dpa-AFX) - Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo Group hat im dritten Quartal spürbar vom Aufschwung auf dem wichtigen US-Markt profitiert. Der Umsatz kletterte konzernweit um 8 Prozent auf 119,5 Milliarden Kronen (10,7 Mrd Euro), wie der Rivale von Daimler (Daimler Aktie) Truck und der VW-Lkw-Holding Traton am Freitag in Stockholm mitteilte. Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge legte von 10,6 Prozent ein Jahr zuvor auf 12,3 Prozent zu. Die Marge lag etwas höher als von Analysten im Schnitt erwartet, der Umsatz allerdings niedriger. Auch der gestiegene Auftragseingang traf nicht jedermanns Geschmack, die Aktie fiel.
Für dich zusammengefasst:
Volvo erzielte im Q3 einen Umsatz von 119,5 Milliarden Kronen.
Der Gewinn stieg um 42 Prozent auf 10,8 Milliarden Kronen.
Die Bestellungen legten um 25 Prozent auf 46.918 Lkw zu.
Das Papier verlor in Stockholm am Vormittag 1,1 Prozent auf 307,70 Kronen. Analystin Daniela Costa von der US-Investmentbank Goldman Sachs sah den Umsatz ebenso wie RBC-Experte Nick Housden unter der durchschnittlichen Markterwartung. Housden monierte zudem den Auftragseingang für Lastwagen als schwach. Am Markt hätten sich die Experten mehr versprochen, schrieb er. Trotz der guten Marge im Tagesgeschäft blickte er daher negativ auf die Resultate.
Für Jefferies-Experte Michael Aspinall war das operative Ergebnis zwar ebenfalls besser als von ihm gedacht. Doch habe es von geringeren Forschungs- und Entwicklungskosten sowie von einer Zollrückzahlung profitiert. Die von Volvo vorgestellten Aussichten für die Lkw-Märkte entsprächen den Erwartungen.
Beim Auftragseingang legten die Schweden dank starker Zuwächse in Europa und Nordamerika deutlich zu. Insgesamt zogen die Bestellungen im Quartal um gut ein Viertel auf 46.918 Lkw an. Im dritten Quartal lieferte Volvo 49.611 Laster aus und damit 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 42 Prozent auf 10,8 Milliarden Kronen.
In den beiden wichtigsten Regionen rechnet Volvo mit Aufschwung bei der Marktnachfrage im kommenden Jahr. Der Markt für Schwerlast-Lkw dürfte in Nordamerika von 265.000 Fahrzeugen in diesem Jahr auf rund 300.000 Stück zulegen, hieß es von den Schweden. In Europa sind demnach 320.000 Fahrzeuge zu erwarten, 5.000 mehr als dieses Jahr. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach von einem voraussichtlich starken Jahr 2027./men/stw/mis
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