Umwelthilfe: In vielen großen Städten rollen Verbrennerbusse

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 449
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Ideen für ein nachhaltiges Zusammenleben werden immer bedeutender (Symbolbild).
- pixabay.com

BERLIN (dpa-AFX) - In vielen der größten deutschen Städte dominieren weiter Busse mit Dieselantrieb das Stadtbild. Reine Dieselantriebe machen in den 39 größten Städten 70 Prozent aus, wie aus einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Wenn man sogenannte Mildhybride einrechnet, bei denen ein E-Motor den Verbrenner unterstützt - häufig vor allem beim Anfahren und Überholen -, ergibt sich sogar eine Quote von 77 Prozent.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Mannheim ist Spitzenreiter

Die Untersuchung zeigt aber auch, dass manche Großstädte bei der Umstellung auf klima- und umweltfreundlichere batteriebetriebene Elektrobusse schon weit fortgeschritten sind. Zu Spitzenreitern kürt die Umweltorganisation drei Städte aus Baden-Württemberg: Mannheim, wo zum Jahreswechsel 60,6 Prozent der Busflotte batterieelektrisch betrieben wurde, führt die Tabelle an, gefolgt von Freiburg (51,7 Prozent) und Karlsruhe (51,6 Prozent). Alle drei Städte wollen zudem bis 2030 nur Elektrobusse auf die Straße bringen, soweit Neubeschaffungen geplant sind.

Elektrobusse verursachen nach einer Untersuchung der gemeinnützigen Organisation International Council on Clean Transportation aus dem Jahr 2023 erheblich weniger Treibhausgase als Busse mit Diesel-Antrieb. In der Herstellung der Fahrzeuge entstünden zwar im Vergleich höhere Emissionen, dies werde über die Lebensdauer aber mehr als ausgeglichen, weil sie im Betrieb klimafreundlicher seien. Je höher der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne, desto besser falle die Bilanz aus. Zudem sind Elektrobusse besser für die Luftqualität vor Ort.

Nicht alle Elektrobusse fahren mit Batterie

Werte aus dem Artikel:
Traton Aktie 33,40 € +1,71%
VW Aktie 66,98 € +0,57%
Volvo AB B Aktie 28,19 € +1,66%

Keinerlei klassische batteriebetriebene Elektrobusse gab es der Umfrage zufolge zum Jahreswechsel in Magdeburg, Krefeld, Wuppertal, Essen und Augsburg. Damit landen sie auf den hintersten Plätzen.

Die Abwesenheit batteriebetriebener Elektrobusse heißt allerdings nicht unbedingt, dass nur Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zum Einsatz kommen, wie das Beispiel Wuppertal zeigt. Dort sind nämlich Elektrobusse mit Brennstoffzelle unterwegs. Diese funktioniert wie eine Batterie, die Strom liefert, wenn Wasserstoff dazu kommt. Sie machen nach Angaben der dortigen Stadtwerke ein Sechstel der Flotte aus. Die Technologie ist aber nicht weit verbreitet: In der Flotte der untersuchten 39 größten Städte machen Brennstoffzellen-Busse laut DUH nur 1,5 Prozent der Fahrzeuge aus.

DUH kritisiert Kauf neuer Dieselbusse

Negativ wertete die DUH auch, wenn Städte bis zum Jahr 2030 die Beschaffung weiterer Busse mit Verbrennungsmotor planen. Auf dem letzten Platz landet deshalb Augsburg, weil die dortigen Stadtwerke zu zwei Dritteln noch auf den Neukauf von Verbrennern setzten. Hintergrund ist, dass die Stadtwerke in Augsburg noch einmal 30 neue Biogasbusse als Ersatz für veraltete Fahrzeuge gekauft haben. Nach Angaben eines Sprechers des Unternehmens seien diese Fahrzeuge noch nötig, weil die Umstellung auf E-Busse mit dem Aufbau der dafür nötigen Infrastruktur nicht so schnell gehe. Chemnitz, das als eine der 40 größten deutschen Städte angefragt wurde, gab laut DUH keine Rückmeldung.

Diesel-Busse würden normalerweise länger als zehn Jahre im Nahverkehr betrieben, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Städte, die bis 2030 neue Verbrenner-Busse beschafften, verschöben so den Abschied von fossilen Antrieben so bis in die 2040er-Jahre. "Fast 10.000 Diesel-Busse sind in den abgefragten 40 Städten zurzeit unterwegs und verpesten die Atemluft mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid."

Resch forderte, die kommunalen Verkehrsbetriebe sollten den Neukauf von Verbrenner-Bussen stoppen und bis 2030 komplett auf Elektroantrieb umstellen. "Technisch geeignete Dieselbusse lassen sich inzwischen auch auf Elektroantrieb umrüsten." Die Organisation kritisiert, dass die Bundesregierung Förderprogramme zum Ankauf von Bussen mit alternativen Antrieben kürzen will./hrz/DP/zb


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG3KQQ1 , DE000NG3KSR5 , DE000NG3KSN4 , DE000NB7P8V0 , DE000NB7RJ25 , DE000NB7UJ20 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren