- Zahl der irregulären Grenzübertritte sank 2025 erheblich.
- Frontex registrierte 178.000 Versuche im Vorjahr.
- Die Westbalkanroute verzeichnete einen Rückgang von 42%.
- Rohstoffrallye 2.0 - Diese 3 Werte könnten jetzt explodieren! (hier klicken)
Frontex bewertete den Rückgang in seinem Bericht als "bemerkenswerte Entwicklung". Die Behörde warnte aber gleichzeitig, dass die Situation an den Außengrenzen der EU ungewiss bleibe. "Der Trend geht in die richtige Richtung, aber die Risiken verschwinden nicht", sagte Frontex-Direktor Hans Leijtens. Die enge Kooperation seiner Behörde auch mit Regierungen und Partnern in Staaten außerhalb der EU habe gute Ergebnisse gebracht.
Im vergangenen Jahr wurden laut Frontex deutlich weniger irreguläre Versuche, in die EU zu kommen, auf der westafrikanischen Route (-63 Prozent), auf der Westbalkanroute (-42 Prozent) und an den östlichen Landgrenzen der EU zu Belarus (-37 Prozent) verzeichnet. Den Rückgang auf der Westbalkanroute führt Frontex auf verbesserte Sicherheitsmaßnahmen und Kooperation mit Bosnien-Herzegowina zurück.
Viele Migranten als Ägypten, Bangladesch und Afghanistan
Die meisten Menschen, die Frontex bei den irregulären Grenzübertritten registrierte, haben eine bangladeschische, ägyptische oder afghanische Staatsangehörigkeit.
Die meistgenutzte Migrationsroute in die EU bleibt demnach der zentrale Mittelmeerraum, auf den 2025 ein knappes Drittel aller irregulären Grenzübertritte entfielen. Häufig wurde auf dieser Route der Weg von Libyen nach Italien gewählt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es hier kaum eine Veränderung: 66 328 Versuche, über das Mittelmeer in die EU zu kommen, verzeichnete Frontex 2025 - ein Prozent weniger als im Vorjahr.
Ein differenziertes Bild ergibt sich bei der Route über das östliche Mittelmeer. Während hier die Zahl der irregulären Grenzübertritte insgesamt um 27 Prozent zurückging, verzeichnete Frontex dreimal so viele Versuche wie 2024, vom Osten Libyens zur griechischen Insel Kreta in die EU zu gelangen. Dies zeige, wie schnell sich der Migrationsdruck und bevorzugte Routen wandeln könnten, heißt es in dem Bericht.
Eine Fluchtroute wird häufiger genutzt
Besonders über die westliche Mittelmeerroute - also etwa von Algerien nach Spanien - nahmen die irregulären Überfahrten im vergangenen Jahr zu. Frontex registrierte nach eigenen Angaben 14 Prozent mehr als 2024.
Einen leichten Rückgang gab es dagegen bei den irregulären Ausreisen nach Großbritannien. Die Zahl der Versuche, über den Ärmelkanal zu kommen, sanken demnach um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr./dhe/DP/mis
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.