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ROUNDUP/Eurozone: Industriestimmung verbessert sich trotz hoher Ölpreise erneut

LONDON (dpa-AFX) - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im April trotz des Ölpreisschocks infolge des Iran-Kriegs den vierten Monat in Folge verbessert. Der Indikator für die Stimmung der Einkaufsmanager stieg um 0,6 Punkte auf 52,2 Punkte, wie S&P Global am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit fast vier Jahren. Eine erste Schätzung wurde damit wie von Analysten im Schnitt erwartet bestätigt.

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Euro-Zeichen vor dem Gebäude der EZB.
Quelle: - © instamatics / iStock / Getty Images Plus / Getty Images:

Der Stimmungsindikator liegt damit weiter über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies deutet auf ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivität hin.

In Deutschland und Frankreich, den größten Volkswirtschaften der Eurozone, entwickelte sich die Stimmung in den Industriebetrieben in unterschiedliche Richtungen. Während der Indikator für Frankreich deutlich anzog und sich damit klar von der Expansionsschwelle nach oben absetzte, gab der entsprechende Wert für Deutschland nach drei Anstiegen in Folge wieder etwas nach. Allerdings fiel der Rückgang nicht ganz so deutlich aus wie zunächst in einer ersten Schätzung ermittelt, zudem hielt sich der Indikator über der Schwelle von 50 Punkten.

In weiteren wichtigen Ländern der Eurozone zeigte sich ein positives Bild. In Italien verbesserte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen unerwartet deutlich und zum vierten Mal in Folge. In Spanien hellte sich die Stimmung nach der Eintrübung im März stärker als erwartet auf; der entsprechende Index kletterte zudem deutlich über die Expansionsschwelle.

Für die Eurozone insgesamt zeigte sich Analyst Chris Williamson von S&P Global unter dem Strich aber skeptisch: "Obwohl der Indikator auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren gestiegen ist, ist die Umfrage eher ein Grund zur Besorgnis als zum Feiern." Produktion und Auftragseingänge würden durch den Aufbau von Sicherheitslagern gestützt, der auf weit verbreitete Sorgen über Lieferengpässe und steigende Preise infolge des Krieges im Nahen Osten zurückzuführen sei.

Die Daten im Überblick:

Region/Index April Prognose Vorläufig Vormonat

EURORAUM

Industrie 52,2 52,2 52,2 51,6

DEUTSCHLAND

Industrie 51,4 51,2 51,2 52,2

FRANKREICH

Industrie 52,8 52,8 52,8 50,0

ITALIEN

Industrie 52,1 51,8 --- 51,3

SPANIEN

Industrie 51,7 49,5 --- 48,7

(in Punkten)°

/la/jsl/jha/

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