Ein Regierungssprecher sagte, Premierminister Keir Starmer spreche sich dafür aus, dass Mandelson auch seinen Titel als Lord und seinen Sitz im Oberhaus verliere. Verfügen kann der Premier diese Maßnahme aber nicht, dafür wäre dem Vernehmen nach ein neues Gesetz nötig.
Mandelson war bereits zuvor wegen seiner Verbindungen zu Epstein von seinem Botschafter-Posten in den USA abberufen worden. Der Politiker war mit Epstein, der über Jahre einen Missbrauchsring betrieben hatte, auch nach Bekanntwerden der Vorwürfe verbunden geblieben. Im Zuge der jüngsten Veröffentlichung von Dokumenten im Fall Epstein durch das US-Justizministerium waren weitere Verstrickungen Mandelsons ans Licht gekommen. So soll britischen Medienberichten zufolge aus den Akten hervorgehen, dass Epstein in der Vergangenheit Geld an Mandelson überwiesen habe.
Mandelson: Kann mich nicht an Zahlungen erinnern
In seinem Brief schrieb Mandelson nun laut PA, er sei an diesem Wochenende erneut mit der Aufregung um Epstein in Verbindung gebracht worden, und "bedauere dies zutiefst". "Die meiner Meinung nach falschen Behauptungen, er habe mir vor 20 Jahren Geld gezahlt, von denen ich keine Aufzeichnungen habe und an die ich mich nicht erinnern kann, müssen von mir untersucht werden", hieß es demnach weiter. Daher trete er aus der Labour-Partei aus.
Der US-Multimillionär Epstein, der offiziellen Angaben zufolge 2019 in Haft Suizid beging, hatte beste Kontakte in die High Society auf beiden Seiten des Atlantiks. In Großbritannien hat der Epstein-Skandal selbst den innersten Kreis des Königshauses getroffen. Auch der Bruder von König Charles III., Andrew Mountbatten-Windsor, war einst mit Epstein befreundet. Wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal waren dem Ex-Prinzen zuletzt alle Titel, Ehren und Auszeichnungen entzogen worden./gma/DP/he
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