ROUNDUP/Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen verbessern sich nur leicht

dpa-AFX  | 
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Flagge der Bundesrepublik Deutschland.
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MANNHEIM (dpa-AFX) - Die ZEW-Konjunkturerwartungen haben sich im September nur minimal verbessert. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf 34,7 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen deutlicheren Anstieg auf 40 Punkte erwartet.

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Die Befragten seien "vorsichtig optimistisch über die wirtschaftliche Erholung", kommentiert ZEW-Präsident Achim Wambach. Staatliche Ausgaben und zusätzliche Exportimpulse würden die Konjunktur stützen. "Die Risiken sind dennoch erheblich: Teure Energie bei anhaltendem Iran-Krieg und zusätzliche Verunsicherung durch hybride Angriffe belasten die Wirtschaft."

"Allerdings dürften sich die jüngsten Anstiege der Öl- und Gaspreise noch nicht vollständig in den Umfrageergebnissen widerspiegeln", schreibt Deutsche Bank-Volkswirt Marc Schattenberg. "Nachdem sich die deutsche Konjunktur in der ersten Jahreshälfte überraschend robust zeigte, könnten diese Gegenwinde die Erholung im dritten Quartal zunächst ausbremsen." Angesichts der expansiven Finanzpolitik sollte die deutsche Wirtschaft laut Deutscher Bank in diesem Jahr um ein Prozent wachsen.

Der Konjunkturindikator erholte sich mit dem Anstieg den fünften Monat in Folge und erreichte den höchsten Stand seit Februar. Vor dem Iran-Krieg hatten die Konjunkturerwartungen bei plus 58,3 Punkten gelegen, bevor der Konjunkturindikator mehrere Monate in den negativen Bereich abtauchte.

Die immer noch schwache Bewertung der Lage verbesserte sich hingegen deutlicher. Der entsprechende Indikator stieg im September um 14 Punkte auf minus 47,1 Punkte. Ökonomen hatten mit minus 52,1 Punkten gerechnet.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Korrektur an den Aktienmärkten, der steigenden Inflations- und Zinssorgen sowie der auf sehr hohen Niveaus liegenden Rohölpreise habe der Anstieg der Lagebeurteilung etwas überrascht, schreibt Volkswirt Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die konjunkturelle Zuversicht scheine von diesen Faktoren kaum in Mitleidenschaft gezogen zu werden. "Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Zusammenhang auch die in einer Vertrauens- und Führungskrise steckende Bundesregierung, die derzeit wenig handlungsfähig wahrgenommen wird", heißt es in dem Kommentar.

In der Eurozone verschlechterten sich hingegen die Konjunkturerwartungen. Hier fiel der Indikator um 5,6 Punkte auf 25,8 Punkte. Die Beurteilung der aktuellen Lage stieg hier um 7,6 Punkte auf minus 13,9 Punkte./jsl/stk



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