ROUNDUP: Darum geht es beim Spitzentreffen zu Stuttgart 21 heute

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Stuttgart, die baden-württembergische Landeshauptstadt.
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STUTTGART (dpa-AFX) - Weitere fünf Jahre Baustelle mitten in Stuttgart: Bei einem Spitzentreffen der Projektpartner von Stuttgart 21 dürfte sich Evelyn Palla heute vielen kritischen Fragen stellen müssen. Bei der Sitzung des Lenkungskreises muss die Bahnchefin unter anderem Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) erklären, warum der neue Tiefbahnhof erst Ende 2031 in Betrieb gehen soll - und damit fünf Jahre später als bislang gedacht.

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Am Mittwoch hatten Palla und ein Vertreter der Stuttgart 21-Projektgesellschaft im Verkehrsausschuss des Bundestages die Abgeordneten nach Angaben von Teilnehmern über die erneute Verzögerung informiert. Als Hauptgründe für die erneute Verschiebung nannte die Bahn Teilnehmern zufolge unter anderem die Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens, die deutlich herausfordernder sei als zunächst gedacht. Planungsprozesse hätten nicht den nötigen Reifegrad gehabt. Zudem gebe es Probleme mit einem Technikgebäude. Medien hatten zudem über Probleme beim Notstromkonzept berichtet.

Projektpartner dürften einige Fragen haben

Die erneute Verschiebung des Stuttgart-21-Starts war bereits in den vergangenen Wochen durchgesickert. Baden-Württembergs Ministerpräsident Özdemir hatte daraufhin von der Bahn einen verlässlichen Zeitplan gefordert. "Ich will nicht, dass wir da jetzt jedes Jahr neue Zahlen bekommen", hatte Özdemir gesagt.

Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) forderte von Palla im Vorfeld eine "schonungslose Offenlegung des Projektstandes". Die Bahn müsse deutlich machen, wie die Belastungen für die Menschen in Stuttgart verringert werden könnten. "Dabei muss es vor allem um die Wegeführung gehen. Der Fernwanderweg von den Gleisen in die Stadt muss zum Nahwanderweg werden", sagte Nopper der Deutschen Presse-Agentur.

Es wird erwartet, dass die Verlängerung der Bauzeit im Stuttgarter Tiefbahnhof auch zu höheren Kosten führt. Die "Stuttgarter Zeitung" hatte zuletzt unter Berufung auf informierte Kreise über Mehrkosten zwischen zwei und drei Milliarden Euro berichtet. Zuletzt waren die Kosten für das Projekt auf rund 11,3 Milliarden Euro beziffert worden.

Bei diesem Thema dürften die Projektpartner von Land, Stadt und Verband Region Stuttgart etwas entspannter sein als beim Inbetriebnahme-Termin. Einem Gerichtsurteil zufolge müssen sie sich nämlich an den Mehrkosten nicht beteiligen. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer Höhe von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Alle Mehrkosten darüber hinaus muss die Bahn stemmen./dna/DP/zb



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