- Premierminister Keir Starmer steht unter Druck.
- Peter Mandelson verlor seinen Posten als Botschafter.
- Die Polizei ermittelt wegen Mandelsons Verbindung zu Epstein.
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Was war passiert? Die jüngst veröffentlichten Dokumente aus den Epstein-Akten hatten aufs Neue eine enge Freundschaft zwischen dem früheren Wirtschaftsminister Mandelson und Epstein nahegelegt. Schlimmer noch: E-Mail-Verläufe sollen zeigen, dass Mandelson während der Finanz- und Wirtschaftskrise sensible Informationen an den US-Investor weitergegeben hat. Der Politiker äußerte sich bislang nicht zu diesen Vorwürfen, inzwischen ermittelt auch die Polizei.
Im Februar 2025 war der frühere EU-Kommissar von der Starmer-Regierung zum britischen Botschafter in den USA berufen worden. Damals galt der 72-Jährige, der wegen seines Machtstrebens den Spitznamen "Prince of Darkness" verpasst bekommen hatte, als taktisch kluge Wahl, um britische Interessen bei US-Präsident Donald Trump durchzusetzen. Die entscheidende Frage ist nun, wie viele Details aus der Epstein-Verbindung bei Starmer und dessen Stab bekannt waren.
Starmers unsichere Zukunft
"Selbst Starmers Verbündete sind sich über seine Zukunft unsicher", schrieb die bestens vernetzte Politikredakteurin Beth Rigby vom Sender Sky News. Am Mittwochabend hatte das Unterhaus des Parlaments ohne Gegenstimmen beschlossen, dass die Dokumente zu Mandelsons Ernennungsverfahren veröffentlicht werden müssen. Zwar sollen Informationen, die der nationalen Sicherheit oder den internationalen Beziehungen schaden könnten, ausgenommen sein. Unter dem großen Druck musste Starmer aber Zugeständnisse machen.
In Ungnade gefallen war Mandelson wegen seiner Epstein-Verbindung schon im vergangenen Jahr, seinen Posten als Botschafter verlor er im September 2025. Er sitzt seit dieser Woche zudem nicht mehr im britischen Oberhaus, seinen Titel als "Lord" soll er auch noch verlieren. "Er hat gelogen, gelogen und nochmals gelogen", sagte Starmer. Hätte er damals gewusst, was er heute weiß, wäre Mandelson nicht einmal in die Nähe der Regierung gekommen, beteuerte der Premier. Ob diese Distanzierung ausreicht, werden die kommenden Tage zeigen./mj/DP/stk
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