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ROUNDUP 2: In Deutschland steigt der Spritpreis besonders stark

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BERLIN/BRÜSSEL (dpa-AFX) - In Deutschland sind die Spritpreise zuletzt besonders stark gestiegen. "Deutschland ist beim Preisanstieg Spitzenreiter", sagt der Vorsitzende der Monopolkommission, Tomaso Duso. Das gehe aus Daten der EU-Kommission zu den Kraftstoffpreisen in den 27 Mitgliedsstaaten hervor.

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Duso bezieht sich in seiner Analyse auf die Preise ohne Steuern und Abgaben im Zeitraum vom 23. Februar bis 9. März. In Deutschland sei Diesel in diesem Zeitraum um 44 Prozent teurer geworden, während es im EU-Durchschnitt nur 29 Prozent zugelegt habe. Superbenzin habe in Deutschland um 29 Prozent zugelegt, im EU-Durchschnitt nur um 16 Prozent.

"Dass die Preisanstiege in Deutschland deutlich stärker ausfallen als im europäischen Durchschnitt, ist ein Hinweis darauf, dass wir strukturelle Probleme im Mineralölmarkt anpacken müssen", so der Vorsitzende der Monopolkommission.

Auch an der Zapfsäule fällt der Anstieg hierzulande höher aus

Für Verbraucher ist relevanter, was sie an der Zapfsäule zahlen - also der Preis inklusive Abgaben und Steuern. Und auch hier zeigt sich nach Berechnungen der dpa auf Basis der einmal pro Woche veröffentlichten Zahlen der EU-Kommission ein ähnliches Bild im Vergleich mit den direkten Nachbarländern.

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Während Diesel in Deutschland vom 23. Februar bis 9. März um 43 Cent pro Liter teurer wurde, ging es in den Nachbarländern nur um 22 bis 38 Cent pro Liter nach oben. Am geringsten waren die Anstiege in Belgien und Tschechien, am höchsten - hinter Deutschland - in den Niederlanden und Österreich.

Bei Superbenzin stieg der Literpreis in Deutschland in den zwei betrachteten Wochen um 25 Cent. In den Nachbarländern - mit Ausnahme Österreichs - um 11 bis 13 Cent. In Österreich waren es knapp 20.

Tanktourismus wird an den meisten Grenzen attraktiver

Die Entwicklung macht an den meisten Grenzen Tanktourismus attraktiver. Abgesehen von den Niederlanden und Dänemark waren Superbenzin und Diesel schon vor Kriegsbeginn in den Nachbarländern günstiger. Das Sparpotenzial ist nun noch weiter gestiegen. Am höchsten war es am 9. März den Daten der EU-Kommission zufolge an der tschechischen und polnischen Grenze sowie zu Luxemburg mit Preisunterschieden von teils mehr als 50 Cent pro Liter.

Allerdings kann es gerade in Grenzregionen zu Abweichungen der Spritpreise kommen und Verbraucher sollten genau überlegen, ob sich eine längere Fahrt lohnt. Neben Zeitaufwand und Umweltbelastung sollte man dabei nicht außer Acht lassen, dass die Fahrt nicht nur den verbrauchten Sprit kostet, sondern auch zu Kosten wie Wertverlust und Verschleiß führt, die schnell höher liegen können als die Ersparnis durch den günstigeren Sprit./cab/DP/nas

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