Die Deutsche Lufthansa (Lufthansa Aktie) hat nach einem starken Geschäftsjahr 2025 höhere Umsatz- und Gewinnziele für 2026 ausgegeben. Der Konzern profitierte von stabiler Nachfrage im Passagiergeschäft, gesunkenen Treibstoffkosten und einem strikteren Finanzmanagement. Die Aktie reagierte am Freitagmorgen positiv auf die Veröffentlichung der Zahlen und legte um 1,67 Prozent auf 8,36 Euro zu.
Rekordumsatz und deutlicher Gewinnanstieg im Jahr 2025
Die Lufthansa Group erzielte im Geschäftsjahr 2025 das umsatzstärkste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte. Der Konzernumsatz stieg um fünf Prozent auf 39,6 Milliarden Euro, nach 37,6 Milliarden Euro im Jahr zuvor.
Der bereinigte operative Gewinn kletterte auf zwei Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen von Analysten, die lediglich 1,9 Milliarden Euro prognostiziert hatten. Im Jahr 2024 hatte der operative Gewinn noch bei 1,6 Milliarden Euro gelegen.

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Parallel dazu verbesserte sich die operative Marge von 4,4 Prozent im Jahr 2024 auf 4,9 Prozent.
Unter dem Strich lag der Konzerngewinn mit 1,3 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 1,4 Milliarden Euro. Hintergrund waren vor allem steuerliche Effekte aus der Neubewertung von Verlustvorträgen.
"Im vergangenen Jahr konnten wir den operativen Gewinn des Konzerns deutlich steigern und den höchsten Umsatz unserer Geschichte erzielen. Unsere Ergebnisse zeigen die Widerstandsfähigkeit und Stabilität des Konzerns", erklärte Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr in einer Unternehmensmitteilung.
Hohe Nachfrage und niedrigere Treibstoffkosten treiben Ergebnisse
Der Luftverkehr in Europa profitierte 2025 von mehreren positiven Faktoren. Besonders wichtig waren die weiterhin hohe Nachfrage nach Flugreisen sowie leicht gesunkene Treibstoffpreise.
Für Lufthansa bedeutete dies eine deutliche Entlastung bei den Kosten: Niedrigere Kerosinpreise und ein schwächerer US-Dollar reduzierten die Ausgaben des Konzerns um rund 500 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.
Auch operative Verbesserungen im Flugbetrieb trugen zur Ergebnissteigerung bei. Durch eine stabilere Durchführung der Flüge sank der finanzielle Aufwand für Flugunregelmäßigkeiten um rund 362 Millionen Euro im Vergleich zu 2024.
Die Passagierzahl stieg im vergangenen Jahr auf rund 135 Millionen Fluggäste, während das Kapazitätsangebot im Segment der Passagier-Airlines um etwa vier Prozent erhöht wurde.
Höhere Dividende für Aktionäre geplant
Angesichts der verbesserten Geschäftsentwicklung will Lufthansa ihre Aktionäre stärker am Erfolg beteiligen.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 12. Mai 2026 eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie vor. Dies entspricht einer Erhöhung um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Ausschüttungsquote würde damit auf 30 Prozent steigen, nach 26 Prozent im Jahr zuvor. Auf Basis des Jahresschlusskurses ergibt sich eine Dividendenrendite von rund vier Prozent.
Optimistischer Ausblick für 2026
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Lufthansa erneut steigende Umsätze und eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses.
Das Unternehmen plant, die Kapazität im Passagiergeschäft um rund vier Prozent auszubauen. Gleichzeitig sollen Flottenerneuerungen, Effizienzprogramme und ein stärkerer Fokus auf Premiumangebote die Profitabilität weiter erhöhen.
Langfristig strebt der Konzern an, seine operative Marge zwischen 2028 und 2030 wieder auf 8 bis 10 Prozent zu steigern.
Geopolitische Risiken bleiben zentrale Herausforderung
Trotz des optimistischen Ausblicks warnt die Unternehmensführung vor erheblichen Unsicherheiten im globalen Umfeld.
"Der Krieg im Mittleren Osten beweist erneut, wie exponiert der Luftverkehr ist und wie groß die Verwundbarkeit bleibt", sagte Spohr.
Besonders kritisch sieht der Lufthansa-Chef die zunehmende Bündelung internationaler Verkehrsströme über Drehkreuze in der Golfregion. Diese Entwicklung könne sich langfristig zu einer geopolitischen Schwachstelle für den europäischen Luftverkehr entwickeln.
Autor: Ariva-Redaktion/pg
