Wer sich nicht registriert, muss mit strafrechtlichen Folgen rechnen. Die Erstregistrierung kostet 500 US-Dollar, die jährliche Verlängerung 400 US-Dollar. Unterzeichnet wurden die Vorgaben von Finanzminister Mthuli Ncube.
Bereits 2018 hatte Simbabwe Banken und anderen Finanzinstituten den Umgang mit Kryptowährungen untersagt. Der Handel verlagerte sich daraufhin auf Peer-to-Peer-Plattformen, soziale Medien und informelle Kanäle. Das neue Regelwerk scheint dieses Verbot nicht aufzuheben, schafft aber einen offiziellen Rahmen für Marktteilnehmer, die bisher außerhalb formeller Strukturen agierten.
Damit folgt Simbabwe anderen afrikanischen Ländern, die Krypto-Dienstleister inzwischen stärker beaufsichtigen. Südafrika reguliert Anbieter über die Financial Sector Conduct Authority. Nigeria setzt auf die Securities and Exchange Commission. Kenia hat im November den Virtual Asset Service Providers Act in Kraft gesetzt.
Die Nachfrage nach Bitcoin und anderen Kryptowährungen in Simbabwe hängt eng mit der Währungsgeschichte des Landes zusammen. Hyperinflation, Währungsreformen und der Verlust von Ersparnissen haben das Vertrauen vieler Bürger in das Bankensystem beschädigt. Digitale Assets dienen deshalb vielen als Wertaufbewahrung oder als Möglichkeit, Geld außerhalb klassischer Finanzkanäle zu bewegen.
Gerade im Vergleich zu anderen Ländern fällt die Hürde niedrig aus. In Nigeria müssen Anbieter deutlich höhere Anforderungen erfüllen. Simbabwes Gebührenmodell dürfte daher vor allem darauf zielen, informelle Händler in den regulierten Bereich zu holen.
Auf dem Krypto-Markt läuft nach dem US-Iran-Deal derweil eine Erholungsrallye.
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