HIVE Digital Technologies teilte mit, die Kapazität seiner KI-optimierten Rechenzentren deutlich auszuweiten. Die Tochter BUZZ High Performance Computing (BUZZ HPC) erweitere ihre Infrastruktur von derzeit rund 4 Megawatt auf insgesamt 16,6 Megawatt IT-Leistung. Ein Megawatt beschreibt die elektrische Leistung eines Rechenzentrums. Diese Größe bestimme, wie viele Hochleistungsprozessoren innerhalb der Anlage betrieben werden können. Das Unternehmen erklärte, der Ausbau erfolge über eine strategische Partnerschaft mit Bell Canada AI Fabric. Dabei handele es sich um eine Infrastrukturplattform für künstliche Intelligenz, die Rechenleistung, Netzwerke und Rechenzentren kombiniere. Die Standorte würden künftig auf zwei Regionen verteilt sein.
-Manitoba verfüge über eine bestehende Kapazität von 4 Megawatt.
-British Columbia solle zunächst 5 Megawatt zusätzliche Leistung bereitstellen.
Für 2027 bestehe laut Unternehmensangaben eine Option auf weitere 7,6 Megawatt Ausbaukapazität. Das Management gehe davon aus, dass diese Infrastruktur kurzfristig den Betrieb von mehr als 4.000 KI-optimierten GPUs ermöglichen könne.
GPU steht für Graphics Processing Unit und bezeichnet spezialisierte Computerchips, die große Datenmengen parallel verarbeiten können. Ursprünglich wurden diese Prozessoren für Grafikberechnungen entwickelt, etwa für Videospiele oder Bildverarbeitung. Heute bilden sie jedoch eine zentrale Hardware-Komponente moderner Systeme für künstliche Intelligenz. Solche Prozessoren kommen in vielen Bereichen zum Einsatz, unter anderem beim Training großer Sprachmodelle, bei der Analyse von Bildern und Videos, bei wissenschaftlichen Simulationen sowie bei cloudbasierten Anwendungen für künstliche Intelligenz. Im Vergleich zu klassischen Computerprozessoren können GPUs tausende Berechnungen gleichzeitig durchführen. Dadurch eignen sie sich besonders gut für Anwendungen des maschinellen Lernens und für sogenannte neuronale Netzwerke, die große Datenmengen parallel verarbeiten müssen.
HIVE erklärte, für die Erweiterung der Rechenzentrumsflächen seien keine zusätzlichen Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Bereits im Jahr 2025 geleistete Anzahlungen beim strategischen Partner würden ausreichen, um die neuen Kapazitäten zu sichern. Das Unternehmen betonte jedoch, dass weiterhin Investitionen für den Ausbau der KI-Plattform erforderlich seien. Dazu gehörten der Kauf der GPU-Hardware, die Installation der Server und laufende Betriebs- und Energiekosten der Rechenzentren. Diese Ausgaben würden laut Firma zu den üblichen Kosten einer AI-Cloud-Infrastruktur gehören.
Executive Chairman Frank Holmes und CEO Aydin Kilic erklärten, der Ausbau stelle einen wichtigen Schritt für das Wachstum der KI-Sparte dar. Nach Angaben des Managements solle die Infrastruktur künftig mehr als 6.000 GPUs in Kanada aufnehmen können. Ein Teil dieser Systeme könne bereits innerhalb der kommenden sechs Monate installiert werden. Das Unternehmen strebe für diesen Geschäftsbereich eine annualisierte Umsatzrate von rund 200 Millionen US-Dollar an. Als Kennzahl werde dafür ARR (Annualized Run Rate) verwendet. ARR bezeichnet eine hochgerechnete Jahresumsatzrate auf Basis bestehender Verträge und aktueller Erlöse.
Das Management beschreibe die Unternehmensstrategie als sogenanntes Dual Engine Modell. Dabei kombiniere HIVE zwei Geschäftsbereiche.
-Tier I Rechenzentren für Bitcoin Mining würden laufende Cashflows generieren, indem sie Bitcoin durch Rechenleistung erzeugen.
-Tier III Rechenzentren für High Performance Computing und AI Cloud stellten GPU-Rechenleistung für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Entwickler bereit.
Executive Chairman Frank Holmes erklärte, Staaten mit eigener KI-Rechenleistung könnten künftig eine führende Rolle im globalen Innovationswettbewerb einnehmen. Kanada verfüge nach Einschätzung des Managements über ausreichende Energie, technisches Know how und Infrastruktur, um in diesem Wettbewerb mitzuhalten.
CEO Aydin Kilic erklärte, die gesicherte Rechenzentrumsfläche ermögliche eine schnelle Installation zusätzlicher GPU-Cluster. Gleichzeitig beobachte das Unternehmen eine starke Nachfrage nach langfristigen Verträgen für KI-Rechenleistung. Das Management gehe davon aus, dass in den kommenden Monaten weitere Ankündigungen folgen.
Diese könnten sich auf zusätzliche GPU-Beschaffungen, neue Cloud-Verträge mit Unternehmenskunden ,den weiteren Ausbau der KI-Infrastruktur beziehen. Langfristig würde sich HIVE nach Einschätzung des Managements zunehmend als Anbieter von Hochleistungs-Rechenzentren für künstliche Intelligenz positionieren. Die Nachfrage nach entsprechender Rechenleistung könne mit der globalen Entwicklung von KI-Anwendungen weiter stark steigen.
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