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Protest gegen US-Regierung - Fulbright-Vorstand schmeißt hin

WASHINGTON (dpa-AFX) - Aus Protest gegen die Einmischung der Regierung von US-Präsident Donald Trump ist der US-Vorstand des traditionsreichen Fulbright-Stipendienprogramms geschlossen zurückgetreten. Die Regierung habe die Autorität des zwölfköpfigen Gremiums untergraben und bereits ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten die Förderung verwehrt, hieß es in einer Mitteilung des nun ehemaligen Vorstands. 1.200 weitere Bewerberinnen und Bewerber seien außerdem in ein "nicht autorisiertes Prüfverfahren" übergeführt worden. Dies sei ein "beispielloser" Vorgang.

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Demonstranten bei einer Protestaktion (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Fulbright ist ein von der US-Regierung gefördertes internationales Austausch- und Stipendienprogramm für Studenten, Forscher und Lehrkräfte. Es wurde 1946 vom US-Senator J. William Fulbright ins Leben gerufen. Auch mit Deutschland besteht ein reger Austausch.

Die Mitglieder des US-Vorstands - des sogenannten Fulbright Foreign Scholarship Board - werden vom Präsidenten ernannt. Nach Angaben von US-Medien wurden alle nun zurückgetretenen Mitglieder noch von Trumps demokratischem Amtsvorgänger Joe Biden berufen.

Das Gremium wurde vom Kongress eingesetzt, um unabhängig über die Auswahl von Stipendiatinnen und Stipendiaten zu entscheiden. Es hat dabei gesetzlich das letzte Wort. Dieses Recht sei von Trumps Regierung missachtet worden, kritisierte das Gremium. Dies widerspreche dem Auftrag des Programms und "den darin verankerten Werten wie Meinungsfreiheit und akademischer Freiheit". Betroffen von den aufgehobenen Zusagen seien unter anderem Forschungsprojekte in Feldern wie Biologie, Architektur, Medizin, Geschichte und Musikwissenschaften./gei/DP/zb


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