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Prognosemärkte außer Kontrolle? US-Soldat soll geheimes Insiderwissen für Polymarket-Wetten auf Maduros Festnahme genutzt haben

Ein US-Elitesoldat soll geheime Einsatzpläne genutzt haben, um mit Wetten auf Polymarket fast 410.000 US-Dollar zu gewinnen. Der Fall zeigt, wie brisant Prognosemärkte geworden sind.
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 Photo by: XNY/STAR MAX/IPx 2026 1/5/26 Nicolas Maduro and his wife, Cilia Flores, are seen in handcuffs after landing at a Manhattan helipad, escorted by heavily armed Federal agents as they make their way into an armored car en route to a Federal courthouse in Manhattan on January 5, 2026 in New York City.
Quelle: - picture alliance / XNY/STAR MAX/IPx | XNY/STAR MAX/IPx

Es ist der Stoff, aus dem Marktkrimis gemacht sind: Ein Soldat soll gewusst haben, was die Welt erst später erfuhr – und daraus ein Vermögen gemacht haben.

Laut CNBC wurde der 38-jährige Gannon Ken Van Dyke, Master Sergeant der U.S. Army Special Forces, festgenommen. Der Vorwurf: Er soll geheime Informationen über eine US-Militärmission zur Festnahme von Nicolás Maduro genutzt haben, um auf Polymarkets zu wetten.

Es ging nicht um ein paar US-Dollar. Van Dyke soll in der Woche vor der Operation rund 33.000 US-Dollar in etwa 13 Wetten investiert haben. Die Positionen zielten demnach auf Szenarien wie US-Truppen in Venezuela, Maduro nicht mehr im Amt, eine mögliche US-Invasion oder ein Vorgehen nach dem War Powers Act.

Dann kam der Einsatz. Maduro und seine Frau Cilia Flores wurden Anfang Januar festgenommen. Die Wetten sollen Van Dyke laut Anklage fast 410.000 US-Dollar eingebracht haben – mehr als das Zwölffache seines Einsatzes.

Der Fall trifft eine Branche, die rasant wächst. Prognosemärkte wie Polymarket oder Kalshi verkaufen sich als neue Form kollektiver Erwartungsbildung: Nutzer wetten auf Politik, Geopolitik, Wahlen oder Krisen. Doch genau hier liegt das Problem. Wer näher an der Macht sitzt, kann näher an der Wahrheit sein – und damit näher am Geld.

Die Vorwürfe sind heftig: unrechtmäßige Nutzung vertraulicher Regierungsinformationen, Diebstahl nichtöffentlicher Regierungsinformationen, Warenbetrug und Überweisungsbetrug. Im schwersten Anklagepunkt drohen laut CNBC bis zu 20 Jahre Haft.

Polymarket teilte dem Bericht zufolge mit, man habe den Fall an das Justizministerium weitergegeben und mit den Behörden kooperiert. Insiderhandel habe auf der Plattform keinen Platz.

Autor: sbh-Redaktion/FH


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