"Nicht die US-Luftwaffe, sondern die iranische Bevölkerung ist von jetzt an die größte Herausforderung für die theokratische Diktatur. Teherans Regierungssystem und seine Vertreter sind auf innen- und außenpolitische Krisen vorbereitet, aber überzeugende Antworten für Bürger, die mehr Rechte und weniger Gängelung durch religiöse Vorschriften fordern, haben sie nicht. Das Regime gewinnt durch seine Erfolge in Trumps Krieg zunächst einmal Zeit. Auch sind die Militärs, die weniger Wert auf religiöse Normen legen als die Ajatollahs, durch den Krieg in der iranischen Führung mächtiger geworden. Eine Lockerung der Kopftuchpflicht oder anderer Regeln ist deshalb denkbar. Auf Dauer wird das allerdings nicht reichen. Die große Schwäche des Iran nach dem Krieg ist das verknöcherte theokratische System, das nicht für die Moderne gemacht ist. Das könnte langfristig zum Sturz des Regimes führen."/yyzz/DP/stw
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