"Donald Trump und Xi Jinping zerreiben mit ihrer aggressiven Industriepolitik Europas Wirtschaft. Der US-Präsident erpresst die EU mit Zöllen, der chinesische Staatschef flutet sie mit staatlich subventionierten Industriegütern. Dem alten Kontinent droht die Deindustrialisierung. Beim Gipfel in Brüssel beraten die Staats- und Regierungschefs, wie die EU auf Chinas Überkapazitäten und Europas wachsende Abhängigkeiten reagieren soll. Es ist gut, dass Frankreich und Deutschland sich einig sind, dass die EU rasch handeln muss. Die Kommission soll Rückendeckung bekommen, bestehende Schutzinstrumente schneller und härter einzusetzen - und zugleich mit Peking über ein neues Handelsgleichgewicht zu verhandeln.
Die Europäer haben die Gefahr erkannt, hadern aber noch mit einer Antwort. Denn um gegenzusteuern, müsste die EU jetzt gegen drei ihrer tiefsten Instinkte handeln: Regulierung, Ordnungspolitik und Grabenkämpfe."/yyzz/DP/men
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