"Starke Hitze ist nicht bloß unangenehmes Sommerwetter, sondern ein Gesundheitsrisiko. In Spanien wurden binnen vier Tagen 212 zusätzliche Todesfälle den hohen Temperaturen zugerechnet. Besonders bedroht sind ältere und kranke Menschen, Schwangere, kleine Kinder, Wohnungslose und Beschäftigte im Freien. Aber auch Gesunde geraten bei 40 Grad an Grenzen. Die aktuelle Lage ist ein Vorgeschmack. Hitzewellen werden durch die Erderwärmung häufiger, länger und intensiver. Trotzdem bleibt Hitzeschutz vielerorts Stückwerk. Es fehlen kühle Räume, Trinkbrunnen, Schattenplätze und Hilfen für alleinlebende gefährdete Personen. Gerade sozial schwächere Viertel heizen sich, da stärker versiegelt, stark auf. Damit ist Hitze auch eine Frage der Gerechtigkeit. Nötig sind Standards für Kommunen, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Arbeitgeber. Doch Anpassung allein genügt nicht. Wer für mehr Schatten sorgt, zugleich aber den Klimaschutz bremst, bekämpft nur die Symptome und verschärft die Ursache."/yyzz/DP/stw
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