"Das Drama am Rhein spitzt sich zu. Das ruft Lobbygruppen auf den Plan. Naturschützer und Wirtschaftsverbände verfahren in Situationen wie dieser nach dem immer gleichen Muster: Sie versuchen bei der Politik ihre eigenen Interessen durchzuboxen. Mäandrierende Flussläufe und Auenlandschaften als natürliche Wasserspeicher fordern die einen. Tiefere Fahrrinnen und Geld für niedrigwassertaugliche Binnenschiffe die anderen. Doch was, wenn beide recht haben? Was der Umwelt nützt, hilft der Wirtschaft nicht - und umgekehrt: Diesen klassischen Konflikt zwischen Ökologie und Ökonomie müssen Schneider und Bilger überwinden. Die Minister sind keine Regenmacher. Aber gemeinsam verfügen sie im Kabinett über genügend Einfluss, um die Widerstandskraft der Flüsse im Klimawandel zu stärken und die Transportwirtschaft vor dem Kollaps zu bewahren. Intakte Lebensräume, zukunftsfähige Wasserwege, die Förderung moderner Schiffe - das sind keine Widersprüche, sondern drei Lösungen des gleichen Problems."/yyzz/DP/he
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