"Auch für die Palästinenserführung in Ramallah ist der Zeitpunkt der Entscheidung gekommen. Kanada hat seine Anerkennung an die Reform der Autonomiebehörde von Präsident Mahmud Abbas geknüpft, der auch endlich - nach 20 Jahren - wieder wählen lassen soll. Das klingt einleuchtend. Woher jedoch ein glaubwürdiges und gemäßigtes politisches Angebot an die Wählerschaft kommen soll, die sich längst von Abbas und der PLO abgewandt haben, weiß niemand.
Man könnte daraus den Schluss ziehen, dass die Staatskanzleien, die einen neuen israelisch-palästinensischen Friedensprozess fordern, naiv sind. Das sind sie wohl nicht. Und es geht ihnen auch nicht nur darum, den Wahnsinn im Gazastreifen, der die Glaubwürdigkeit aller im "Westen" gepredigten Werte und Rechtsnormen infrage stellt, durch Druck auf Israel zu beenden. Vielmehr geht die internationale Sorge um, dass die israelische Regierung angesichts der herrschenden Verhältnisse in Washington alles auf eine Karte setzt und die Annexionspläne im Westjordanland durchzieht."/oe/DP/zb
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