dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 346

Preise von Wohnungen und Häusern steigen

BERLIN (dpa-AFX) - Der Preisanstieg von Wohnimmobilien dauert nach einer Auswertung der Pfandbriefbanken an. Von April bis Juni sind die Preise von Wohnungen und Häusern um 1,1 Prozent zum Vorquartal gestiegen, wie der Verband Deutscher Pfandbriefbanken (VDP) in Berlin mitteilt. Damit hat sich der Anstieg zum Vorquartal gering um 0,1 Punkte abgeschwächt.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern

"Die Erholungsphase auf dem Immobilienmarkt hält weiter an", sagte VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt der Deutschen Presse-Agentur. Ihm zufolge sind die Preise das fünfte Quartal in Folge gestiegen. "Die Dynamik der Wohnimmobilienpreise hat erneut zugenommen, was eindeutig auf die äußerst angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt zurückzuführen ist."

Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Preise entsprechend der Entwicklung auf einem höheren Niveau: Der Anstieg bei Wohnimmobilien liegt bei 4,1 Prozent. Der Verband nutzt Daten der Immobilienfinanzierung, die mehr als 700 Kreditinstitute liefern, um die Preisentwicklung zu berechnen.

Höchster Preisanstieg in Düsseldorf

Unter Deutschlands sieben bevölkerungsreichsten Städten stiegen die Preise zum Vorquartal am schnellsten in Düsseldorf (2 Prozent), gefolgt von Frankfurt am Main (1,7 Prozent). Am schwächsten fiel die Entwicklung in Stuttgart aus, wo sich Wohnungen und Häuser um 0,8 Prozent - also unterdurchschnittlich - verteuerten.

Statistisches Bundesamt vermeldete Teuerung ersten Quartal

Im ersten Quartal, also von Januar bis März, hatten sich Wohnimmobilien laut Statistischem Bundesamt zum Vorquartal um 1,4 Prozent verteuert. Die Angaben des Statistikamtes und des VDP lagen folglich nicht weit auseinander. Daten des Statistischen Bundesamtes zum zweiten Quartal gibt es bisher nicht.

Pfandbriefbanken finanzieren oft Immobiliengeschäfte

Dem VDP gehören nach eigenen Angaben mehr als 50 Mitglieder an, die dem Pfandbriefgeschäft nachgehen. Darunter ist beispielsweise die DZ HYP aus Hamburg und Münster. Pfandbriefbanken brauchen eine Erlaubnis der Finanzaufsicht Bafin. Sie sind häufig auf Immobilienfinanzierung spezialisiert.

Pfandbriefe sind eine besondere Art der Anleihe. Es gibt sie in Deutschland schon seit vielen hundert Jahren. Pfandbriefbanken sammeln Geld bei Anlegern ein, um einen Kredit zu finanzieren. Die Besonderheit ist, dass Anleger zusätzlich zu Zinsen im Gegenzug auch Sicherheiten erhalten. Diese sollen Anleger absichern, sollte eine Bank insolvent werden./lkm/DP/nas

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend