"Nach mehr als 600 Tagen voller Schmerz und Warten wurden die Leichen von Gadi Chagai und Judy Weinstein Chagai heute Nacht im Rahmen einer Militäroperation in den Staat Israel und nach Nir Oz überführt", hieß es in der Mitteilung des Kibbuz. "Gadi und Judy werden beerdigt, nachdem sie am 7. Oktober auf den Feldern ihres Heimatortes Nir Oz ermordet und entführt wurden." Die Familie sei im Dezember 2023 über ihre Ermordung informiert worden. Das Paar hat nach Medienberichten vier Kinder und sieben Enkelkinder. Die Frau stammte aus Kanada.
Nach israelischen Angaben befinden sich derzeit noch mindestens 20 lebende Geiseln im Gazastreifen. Bei drei weiteren Entführten ist unklar, ob sie noch am Leben sind. Zudem befinden sich die sterblichen Überreste von 33 Verschleppten in dem abgeriegelten Gebiet mit unzähligen unterirdischen Tunnelanlagen.
Forum der Geiselfamilien fordert Einigung mit der Hamas
Das Forum der Geiselfamilien teilte mit: "Die Rückkehr von Judi und Gad ist schmerzhaft und herzzerreißend, doch sie lindert auch unsere Unsicherheit. Ihre Rückkehr erinnert uns alle daran, dass es die Pflicht des Staates ist, alle Geiseln nach Hause zu bringen, damit wir, die Familien, gemeinsam mit dem gesamten israelischen Volk den Prozess der Heilung und Genesung beginnen können." Die Regierung müsse alles Notwendige tun, um eine Einigung mit der islamistischen Hamas zu erzielen, "die die Rückführung aller 56 verbliebenen Geiseln ermöglicht - der Lebenden zur Rehabilitation und der Verstorbenen zur Beerdigung"./le/DP/mis
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