Der Urnengang wurde notwendig, nachdem die konservative Minderheitsregierung von Ministerpräsident Luís Montenegro nach nur einem knappen Jahr im März überraschend durch ein von ihm selbst angesetztes Misstrauensvotum gestürzt worden war. Auslöser waren undurchsichtige Geschäfte eines Familienunternehmens des 52-Jährigen.
Umfragen zufolge dürfte Montenegros konservative Alianca Democrática (AD) dennoch mit einem Zuwachs auf bis zu 34 Prozent rechnen und damit erneut stärkste Kraft werden. Die absolute Mehrheit von 116 Parlamentssitzen würde sie aber wie schon 2024 deutlich verfehlen.
Die sozialistische Partei (PS) muss mit Einbußen rechnen und die rechtspopulistische Partei Chega könnte den Umfragen zufolge ihr Ergebnis mit rund 19 Prozent vom vergangenen Jahr halten. Viertstärkste Kraft dürfte die konservativ-liberale Iniciativa Liberal (IL) werden. Sollten sich die Umfragen bestätigen, müsste Montenegro, der eine Zusammenarbeit mit Chega ausgeschlossen hat, voraussichtlich erneut eine Minderheitsregierung bilden.
Die Wahllokale auf dem Festland schließen um 19.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MESZ), auf den weiter westlich gelegenen Azoren jedoch erst um 21.00 MESZ. Anschließend werden Prognosen aufgrund von Nachwahlbefragungen veröffentlicht. Mit belastbaren Hochrechnungen aufgrund ausgezählter Stimmen wird erst im Laufe der Nacht gerechnet./ro/DP/zb
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.