PARIS (dpa-AFX) - Paris rüstet sich für neue Demonstrationen an diesem Samstag und will massive Schäden wie am vergangenen Wochenende verhindern. Ladenbesitzer begannen im Zentrum der Stadt, Spanplatten vor ihre Schaufenster zu montieren, um Beschädigungen und Plünderungen zu verhindern. Die Stadtverwaltung rief Händler, Einwohner, Gastronomen und Firmen dazu auf, möglichst alle beweglichen Gegenstände aus dem öffentlichen Raum zu entfernen, die als Wurfgeschosse oder Barrikaden verwendet oder in Brand gesetzt werden können.
Für dich zusammengefasst:
Paris bereitet sich auf neue Demonstrationen am Samstag vor.
Ladenbesitzer montieren Spanplatten vor Schaufenstern.
Über 1.000 Beschäftigte reinigen die Stadt nach den Protesten.
Konkret geht es um Fahrräder, Mülltonnen, Tische und Stühle der Gastronomie und Baustellenabsperrungen. Beschäftigte der Stadt würden Glascontainer und Mülltonnen entfernen, Abfallkörbe leeren sowie Sperrmüll und Ablagerungen auf den Straßen sofort entfernen, teilte die Verwaltung mit. Die Müllabfuhr organisiere spezielle Abholrunden, um schwere oder brennbare Gegenstände zu entfernen. Auch auf öffentlichen Flächen zurückgelassene Abfallcontainer würden abgeholt.
Stadtbeschäftigte sollen Gebäude absichern
Am Samstag würden Stadtbeschäftigte mobilisiert, um im Rahmen ihrer Möglichkeiten städtische Gebäude und Einrichtungen abzusichern. Außerdem sollten Beschäftigte auf den Straßen unterwegs sein, um bei möglichen Spannungen schlichtend einzugreifen. Mehrere im Stadtzentrum ursprünglich geplante Veranstaltungen seien abgesagt worden.
Zur schnellen Reinigung der Innenstadt nach den Demonstrationen seien mehr als 1.000 Beschäftigte am Wochenende in Paris im Einsatz. Einige hätten dafür ihren eigentlich geplanten Urlaub abgesagt. Die Stadtverwaltung bedankte sich auch bei den Einwohnerinnen und Einwohnern, die seit Sonntag spontan bei den Aufräumarbeiten mit angepackt hätten.
Am Rande von landesweiten Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und für eine bessere Ausstattung von Schulen hatte es am vergangenen Samstag in Paris und anderen Städten schwere Ausschreitungen, Brandstiftungen und Plünderungen gegeben./evs/DP/mis
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